Zwanzigstes Kapitel.
Vom Samen zur Kapsel.
Den wichtigsten Teil im Leben der Baumwollpflanze bildet ihre Pflege. Im ersten Stadium des Wachstums erwacht der Samen, die zarten, zweiblättrigen, grünen Pflanzen dringen durch den Boden zum Sonnenlicht und erfordern viele Monate lang die Aufmerksamkeit einer großen Armee von Männern und Frauen.
Einige Zeit vor dem Säen wird der Boden „aufgebettet" als letzte Vorbereitung zur Saat. Dieser Brauch scheint fast überall, wo Baumwolle gebaut wird, zu herrschen. Obgleich dies viel Zeit und Arbeit erfordert, ist doch der Erfolg ein guter. Namentlich bei Kaltem oder nassem Wetter erhöht es die Bodenwärme, was allein genügt, einem Widerspruch gegen diese Praxis zu begegnen.
Das „Aufbetten" geschieht in folgender Weise: Die Furche wird gezogen und der Dünger hineingebracht; bei Verwendung eines Düngerstreuers werden diese beiden Manipulationen auf einmal mit der Maschine ausgeführt. Dann wird der Pflug längs der beiden Seiten der Furche geführt, um sie zuzuwerfen, so daß diese Decke ö—7 ein höher wird als das danebenliegende Erdreich. Mit diesem Aufbetten verbinden vernünftige Farmer bisweilen auch das Pflügen. Es genügt nicht, nur das Bett zu machen, sondern die ganze Oberfläche muß gepflügt, geeggt und nochmals geeggt werden, bis man ein ideales Bett für den Samen hat. Nun vergeht eine Woche, vielleicht auch etwas mehr Zeit, bis der Samen gestreut werden