Druckschrift 
Die Baumwolle : ihre Kultur, Ernte, Verarbeitung und der internationale Baumwollhandel ; nach "Cotton" von Ch. W. Burkett und Cl. Hamilton Poe unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien als baumwollproduzierendes Land / übers. und bearb. von C. Heine
Entstehung
Seite
124
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Achtzehntes Kapitel.

Selbstbereitung von Dünger.

Selbstmischen des Künstlichen Düngers verdient viel mehr Beachtung als dies bisher geschah. Da von den bekannten Handelsmarken die Tonne Dünger 5 bis 15 Dollars mehr Kostet als der Äandelswert der verschiedenen Stoffe, aus denen er zusammen gesetzt ist, da auch diese verschiedenen Ingre­dienzien dem Farmer bekannt und im Kandel einzeln erhältlich sind, so ist es für ihn nicht schwer und rentabler, den Dünger selbst zu mischen» statt ihn fertig aus der Fabrik zu beziehen.

Dieser Weg wird häufig eingeschlagen, trotzdem von den chemischen Fabriken behauptet wird, daß diese auf der Plantage vorgenommene Mischung nicht so gut sei, als die in ihren Fabriken auf maschinellem Wege hergestellte. Auf das Mischen solcher Düngestoffe wird wohl manchmal auf der Farm nicht genügend Sorgfalt verwendet. Dann liegt die Schuld an der Nachlässigkeit des Farmers, der vielleicht auch sein Feld nicht sachgemäß zu bearbeiten versteht, der nicht tief genug pflügt, der nicht den Samen in sorgfältiger Weise aussucht, der also seinem ganzen Betrieb mangelndes Verständnis oder Interesse­losigkeit, oder auch beides zusammen, entgegenbringt. Unter diesen Verhältnissen soll aber nicht ein so vorteilhaftes Ver­sahren, sich einen preiswerten Dünger selbst zu bereiten, von dem man ganz genau weiß, was er enthält, leiden. Diese Arbeit ist ja so einfach. Die verschiedenen Stoffe werden von den Fabriken bezogen, welche die günstigste Offerte abgeben, dann gemischt und gesackt.