Druckschrift 
Die Baumwolle : ihre Kultur, Ernte, Verarbeitung und der internationale Baumwollhandel ; nach "Cotton" von Ch. W. Burkett und Cl. Hamilton Poe unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien als baumwollproduzierendes Land / übers. und bearb. von C. Heine
Entstehung
Seite
120
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Siebzehntes Kapitel.

Auf der Plantage gewonnener Dünger.

Ein altes Sprichwort sagt:

»Kein Gras, Kein Vieh,

Kein Vieh, Kein Dünger,

Kein Dünger, Kein Gras." Diese wenigen Worte schlichen eine große Wahrheit in sich, die in jeder landwirtschaftlichen Schule den Schülern tief ins Gedächtnis eingeimpft werden sollte. Auf den Baumwoll­bau ist es besonders anwendbar, denn Baumwolle braucht mehr natürlichen Dünger als Gras. Neben Pflügen und Verwendung erstklassigen Saatgutes ist Stalldünger das schreiendste Bedürfnis für ein Baumwollfeld. Sein Nutzen ist verschiedenartig:

1. er bringt Nährstoffe in den Boden,

2. er schlicht vorhandene Nährstoffe auf,

3. er vermehrt den Gehalt an Kumus,

4. er verbessert die mechanische Beschaffenheit des Bodens. Die Wichtigkeit dieser Faktoren, welche dem Boden die

nötige Kraft verleihen, eine ertragreiche Ernte hervorzubringen, wurde in früheren Kapiteln erwähnt. Kier sollen sie nur so­weit berührt werden, als sie bei der Anwendung von Stall­dünger in Frage Kommen.

Die Farm als Fabrik für Stalldünger.

Natürlicherweise erzeugt jede Farm etwas Stalldünger. Bei allgemein üblicher Bewirtschaftung fällt davon jährlich