Sechzehntes Kapitel.
Düngereinkauf.
Der geringe Ertrag an Baumwolle im größten Teil der Baumwollzone ist eine Folge der schlechten Bewirtschaftung des Bodens, als: geringer Zusatz von Stalldünger, Verkauf des Baumwollsamens, ungenügendes Pflügen, wenig Anbau von Gemüse, ein schlechtes Pachtverhältnis und der Mangel eines systematischen Fruchtwechsels.
Alle diese Faktoren haben zu einem Minderertrage und zu einer fortwährenden Erhöhung des Bedarfes an Künstlichem Dünger beigetragen.
Wo allen diesen Einzelheiten Rechnung getragen wird, ist der Anbau von Baumwolle rentabler als der jeder anderen Feldfrucht. Die Kleine Farm wie die größte Plantage stehen vor jeder Aussaat neuen Problemen gegenüber; der Ge- schicklichkeit des Farmers bleibt es anheim gestellt, dieselben zu lösen, so daß sie zu seinem Nutzen dienen.
Der Verbrauch von chemischem Dünger ist ins Riesenhafte gewachsen. Wir haben schon an einer früheren Stelle erwähnt, daß von den 14 chemischen Stoffen, welche die Baumwollpflanze zu ihrem Ausbau erfordert, Stickstoff, Phosphor und Kali wohl die einzigen sein werden, die altem Boden fehlen und die herbeigeschafft werden müssen, um eine lohnende Ernte einheimsen zu Können.
Wie sind diese Chemikalien zu beschaffen? in welcher Form? zu welcher Zeit? und in welcher Menge? Dies sind die Fragen, welche uns beschäftigen.