Fünfzehntes Kapitel.
Die für die Baumwollpflanze nötigen Bodenbestandteile.
Baumwolle, wie jede andere Pflanze, nimmt die zu ihrem Wachstum und Leben nötige Nahrung aus dem Boden, dem Wasser und der Luft auf. So sonderbar es auf den ersten Blick erscheinen mag, alle Pflanzen hängen in der Hauptsache von der Luft und dem Wasser ab.
Die Blätter saugen Kohlensäure aus der Luft ein und führen sie den anderen Teilen der Pflanze zu. Die Baumwollfaser ist reine Zellulose, ein Stoff, der sich lediglich aus der Kohlensäure der Luft bildet. Aus der Luft saugt auch die Pflanze eine Menge Sauerstoff ein, welcher, neben dem Kohlenstoff, der in den Zellengeweben vorherrschende Teil ist. Andere, in der Baumwolle vorkommende Elemente sind: Wasserstoff, Stickstoff, Schwefel, Kalzium, Kali, Soda, Magnesium, Chlor, Eisen, Aluminium, Phosphor und Silizium.
Was versteht man unter fruchtbarem Boden?
Ein für Baumwolle geeigneter Boden muß alle zu ihrem Aufbau nötigen chemischen Bestandteile in genügender Menge und in verwendbarer Form enthalten, nur dann Kann eine reiche Ernte erzielt werden.
Sollten nun Stickstoff, Phosphor und Kali in nicht ge-. nügenden Mengen vorhanden sein, so müssen sie dem Boden zugesetzt werden.