Druckschrift 
Die Baumwolle : ihre Kultur, Ernte, Verarbeitung und der internationale Baumwollhandel ; nach "Cotton" von Ch. W. Burkett und Cl. Hamilton Poe unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien als baumwollproduzierendes Land / übers. und bearb. von C. Heine
Entstehung
Seite
103
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Vierzehntes Kapitel.

Erschöpften Boden wieder fruchtbar zu machen.

Die Baumwollzone hat wenig ganz erschöpften Boden aufzuweisen; man nennt ihn auch nur so, denn ganz erschöpft ist er bei weiten noch nicht, er ist nur schlecht behandelt worden und hat nicht mehr die Kraft, den hohen Ernteansprüchen zu genügen.

Was ist mit derartig vernachlässigtem Lande wieder zu machen?

1. Es dem Unkraut zu überlassen.

2. Es aufzuforsten.

3. Es wieder für einen aussichtsreichen Anbau von Feldfrüchten herzurichten.

Selbstverständlich wird man nicht beabsichtigen, das Land brach liegen zu lassen. Unkraut, dieser grüne Mantel, den Mutter Natur allenthalben über verlassenes oder menschlicher Kultur noch nicht zugängliches Land ausbreitet, gibt es schon in Fülle.

Mancher Streifen dieses Landes würde, namentlich Berg­land, aufgeforstet, sich vielleicht besser rentieren; Bauholz ist ein gut bezahlter und viel gesuchter Artikel. Es wäre daher zu empfehlen, auf schwer zu bebauendes Land Wald an­zupflanzen, damit es späteren Generationen Bauholz liefere.

Der größte Teil dieser sogenannten ausgesaugten Felder Kann aber wieder in denselben fruchtbaren Zustand gebracht werden, in welchem es sich befand, ehe es so schmählich aus­gebeutet wurde.