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Die Baumwolle : ihre Kultur, Ernte, Verarbeitung und der internationale Baumwollhandel ; nach "Cotton" von Ch. W. Burkett und Cl. Hamilton Poe unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien als baumwollproduzierendes Land / übers. und bearb. von C. Heine
Entstehung
Seite
97
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Dreizehntes Kapitel.

Die Bodenkultur.

In der Baumwollzone herrscht Keine besondere Bodenart vor. Baumwolle gedeiht auf leichtem Sandboden, wie auf Lehm- und Mergelboden, wenn auch nicht überall mit gleichem Erfolge.

Im allgemeinen Kann man das Baumwolland in zwei Gruppen einteilen: in Koch- und in Tiefland. Ersteres zer­fällt wieder in leichten Sandboden und in roten und grauen Mergelboden. Letzterer umfaßt die Niederungen längs der Flüsse und Kleineren Wasserläufe, die Ebenen und Täler des Mississippi und seiner Nebenflüsse.

Alle diese Bodenarten weichen in der Zusammensetzung, wie in ihrer Ertragsfähigkeit voneinander ab. Wie alle anderen Bodenarten sind sie Veränderungen unterworfen, verlangen eine sorgfältige Kultur und leiden unter Vernachlässigung.

Überall im Süden sieht man Baumwolland, das einst von Fruchtbarkeit strotzte, aber nun so erschöpft ist, daß die Ernte Kaum noch die Kosten für Samen und Dünger deckt. Andererseits sind jetzt Felder wegen ihrer hohen Ertragsfähig­keit berühmt, welche früher durch einen, Generationen hindurch betriebenen Raubbau vollständig erschöpft waren.

Jeder Boden hilft seinem Eigentümer mindestens wieder das herauszuholen, was er für ihn angewendet hat. Wie das Ölgemälde die Schulung und das Talent des Malers beweist, so zeugt das Baumwolland von dem Verständnis und der Intelligenz seines Eigentümers.

Keine, Baumwolle. 7