Druckschrift 
Die Baumwolle : ihre Kultur, Ernte, Verarbeitung und der internationale Baumwollhandel ; nach "Cotton" von Ch. W. Burkett und Cl. Hamilton Poe unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien als baumwollproduzierendes Land / übers. und bearb. von C. Heine
Entstehung
Seite
92
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Zwölftes Kapitel.

Das Reich der Baumwolle, das Land des Sonnenscheins.

Der große, Baumwolle erzeugende Landstrich der Ver­einigten Staaten liegt etwas unterhalb des 37. Breitengrades und wird im Norden etwa von einer Linie begrenzt, welche Nor­folk (Virginien) mit Cairo (Illionis) verbindet. Dies wäre die nördlichste Grenze für einen rentablen Anbau der Baumwolle. Selbstverständlich scheidet die Kühlere Gebirgsgegend dieses Landstriches hiervon aus.

Dies also ist die Baumwollzone Amerikas, der Cotton Bell, und auf diese Gegend richtet sich der Blick der ganzen Welt. Mit der Zeit wird vielleicht auch noch an anderen Orten mit Erfolg Baumwolle angepflanzt werden, doch für den Welthandel werden stets nur diese Südstaaten von Inter­esse sein.

Das eigenartige Klima der Baumwollzone.

Das Klima der Baumwolle bewegt sich, infolge seiner geographischen Lage, in mäßigen Grenzen. Diese fast gleich­mäßige Temperatur, welche alle vom Golfstrom beeinflußten Länder auszeichnet, begünstigt auch hier die von den Boden­erzeugnissen abhängende Industrie. Obst und Wein gedeihen in diesem vorzüglichen Klima; für ununterbrochene Fruchtfolge ist hier der beste Boden. Man Kann alle in Amerika ein­heimischen Feldfrüchte erfolgreich in jedem Staate dieser Zone