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Die Baumwolle : ihre Kultur, Ernte, Verarbeitung und der internationale Baumwollhandel ; nach "Cotton" von Ch. W. Burkett und Cl. Hamilton Poe unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien als baumwollproduzierendes Land / übers. und bearb. von C. Heine
Entstehung
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Neuntes Kapitel.

Struktur und botanische Verwandtschaft.

Die den Menschen bekannten Arten der Pflanzen und Tiere sind genau eingeteilt und gruppiert worden. Es hat die Gelehrten jahrhundertelang unsägliche Mühe und Arbeit gekostet, diese wissenschaftliche Gliederung, durch welche die Naturgeschichte zur Wissenschaft wurde, durchzuführen.

Eine Besprechung der Ursachen, welche zum Entstehen von Familien, Arten und Abarten beigetragen haben, würde hier nicht am Platze sein; einige davon sind aber so wissenswert und innig mit der Entstehung und Veredelung der Baumwoll­pflanze verbunden, daß sie angeführt werden müssen.

Die Baumwollpflanze ist ein Glied der Malvaceae oder der Malvenfamilie und wird wissenschaftlich mit dem Namen Lloss^xwra bezeichnet. Die Pflanze neigt dazu, Abarten bezw. Spielarten zu bilden. Verschiedenheit im Boden, im Klima, wie in der Umgebung sind die Kauptursachen jener Artenbildung.

Einfluß der Vererbung.

Bei der Fortpflanzung jedes Tieres und jeder Pflanze wird die Wichtigkeit der Vererbung allgemein anerkannt. Sie ist der Erhalter von allem, was war, gut oder böse, nützlich oder schädlich, sie drückt der ganzen Kommenden Rasse den Stempel auf. Jeder Nachkomme, sei er der einer Pflanze oder eines Tieres, erbt die hervorragendsten Eigenschaften, die den wesentlichsten Teil des verwandten Stammes ausmachten.