Sechstes Kapitel.
Die Bedeutung der Baumwolle für die Südstaaten.
Baumwolle! Für jedes Kind der Südstaaten ist dies ein magisches Wort, von der Zeit an, da es mit auf den Baumwollspeicher genommen werden Konnte oder in das Feld gehen durfte und für seinen Vater die erste weiße Blume pflückte oder sich mit auf den Wagen setzen durfte, der die schneeige Wolle von den herbstlichen Feldern zum Entkerner brachte. Weih oder schwarz — ist der Vater nicht ganz besonders vermögend, mutz das Kind zeitig mit an die Arbeit ins Baumwollfeld, mit dem es schon vom Körensagen her durch seine Eltern und Geschwister bekannt wurde.
Jeder Knabe versteht die Baumwollkultur.
Noch ehe er seine Kniehosen ablegt, lernt er die Kühle, frische Erde im zeitigen Frühjahr pflügen, hilft er den Stalldünger aufs Feld fahren oder bringt den Kunstdünger aus der nächsten Stadt; er lernt die auszustreuenden Samenkörner in feuchter Asche umwenden, damit sie sich gut aussäen lassen. Die Zeit der Aussaat ist gekommen! Schon blühen die blutroten Kartriegel. Die erste Turteltaube macht sich vernehmbar. Der Fischer bringt aus den nahe gelegenen Flüssen reiche Beute heim. „Onkel IsaaK" und „Black Bob" streiten sich, ob diese Mondphase warmes oder Kaltes, nasses oder trockenes Wetter bringen wird, denn der Baumwollsamen muß ins Feld gebracht werden, sobald jegliche Frostgefahr vorüber ist; schon sind die