Druckschrift 
Die Baumwolle : ihre Kultur, Ernte, Verarbeitung und der internationale Baumwollhandel ; nach "Cotton" von Ch. W. Burkett und Cl. Hamilton Poe unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien als baumwollproduzierendes Land / übers. und bearb. von C. Heine
Entstehung
Seite
11
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Erstes Kapitel.

Die Geschichte der Baumwolle von den allen Indern an bis zu unseren Tagen.

Nicht erschöpfende Kritiken über uninteressante, die Baum­wolle betreffende Bemerkungen, welche pedantische Gelehrte hier und da niedergelegt haben, wollen wir dem Leser auftischen. Es wird sich jedoch manchmal leider nicht umgehen lassen, auch mit solchen von uns verpönten Mitteln zu arbeiten. Möge der Inhalt für sich sprechen.

Die ersten Spuren der Verwendung der Baumwolle reichen zurück bis zum fünften Jahrhundert v. Chr., bis zur dunklen Vergangenheit Buddhas und Brahmas, zurück zur großen Zeit des Mahabharata und anderen sagenhaften Melden des träumerischen Orients.

Bevor die Welt die Herrschaft eines Cäsar Kannte, lange vor PeriKles' Zeit erklärte das alte Kindugesetz:Das Opfer­gewand des Brahmanen muß aus Baumwolle gefertigt sein", und auf Diebstahl von Baumwollwaren stand eine dreimal so hohe Strafe als ihr Wert betrug.

Chinesische und indische BaumwollKultur.

Kerodot sagt:Der Küraß, welchen Amasis, der König von Ägypten im Jahre 550 v. Chr. nach Sparta sandte, war mit Gold und Baumwolle überspannen", und weiter erklärte er,daß es in Indien Bäume gebe, deren Frucht eine Wolle sei, die an Güte und Schönheit die des Schafes übertreffe".