Vorrede.
Vorliegendes Werk über Baumwolle setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der ersle wurde von mir nach dem englischen Werke „dotton" des Professors C. W. BurKett und Kamilton Poe's bearbeite!; der zweite Teil nach meinen eigenen Erfahrungen verfaßt, die ich durch mehrjähriges Reisen in den Tropen gewonnen habe. Außerdem dienten mir Angaben aus: „Die Weltwirtschaft Deutschlands" vou Professor von Kalle, Schriften des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees in Berlin und der Bremer Baumwollbörse, für deren freundliche Überlassung ich hiermit meinen verbindlichsten Dank abslatte.
Für uns Deutsche, die wir in der Kolonial-Wirtschaft noch jung sind, ist es von weitgehendster Bedeutung, diejenigen KandelsproduKte, welche in unseren Kolonien gezogen werden Können, eingehend zu studieren. Nicht mir der Farmer, der diese Pflanzen anbauen will, muß über die Kultur und die Aussichten des betreffenden Rohstoffes auf dem Weltmarkt unterrichtet sein, sondern auch der deutsche Kaufmann, der Fabrikant, der die Rohstoffe zur weiteren Verarbeitung übernimmt, der Ingenieur, der für Maschinen zur Bearbeitung des Bodens, zum Einernten des reifen Produktes und für dessen weitere Verarbeitung ein reiches Feld findet, wie auch der KolonialpoliliKer sind daran interessiert.
Unter allen tropischen Produkten gilt für uns Deutsche die Baumwolle, dieser nationale Kullurmesser, als das wichtigste. Wir beziehen fast unser gesamtes Rohprodukt aus den Vereinigten Staaten, hängen also von diesen ab. Die in dem