145 ’ Feinkörniger Amphibolit, aus Diabas hervorgegangen. Iramba, Punkt i 3 ° der
Route vom 2. November.
Tiefdunkles, grünliches, ziemlich dichtes Gestein mit undeutlich plattiger Absonderung und splittrigem bis muschligem Bruch. Nach der mikroskopischen Untersuchung besteht das Gestein im wesentlichen aus grüner Hornblende, Plagioklas und feinvei- teiltem Magnetit. Zu diesen Gemengteilen tritt noch etwas Zoisit, der sich stellenweise anhäuft. Das Gestein zeigt zum Teil noch Andeutung an ophitische Struktur des ursprünglichen Diabases.
146. Gangquarz. Iramba, Kirondatal.
Der schwach eisenschüssige Quarz ist zum größeren Teile milchig-glasig und grobkristallin, zum kleineren von zuckerigem Aussehen und schwach grünlich; er enthält Nester von dunkelgrünem Tui- malin und kleine Pyritkristalle.
147. Gangquarz mit Freigoid. Iramba, Schiirf- stelle Kirondatal.
Der Quarz ist vorwiegend milchig-glasig und etwas stenglig. Fast sämtliche Stücke sind stark von zum Teil ockrigem Brauneisenerz durchsetzt. Eine Probe zeigt eine stark löchrige, zerfressen aussehende Oberfläche.
148. Grobkörniger Olivin-Diabas. Iramba; anstehend im Kengagombe-Bach bei Kirondatal.
Das Gestein besitzt schon makroskopisch deutlich hervortretende ophitische Struktur und besteht nach der mikroskopischen Untersuchung aus kalkreichem Plagioklas, Augit, Olivin, etwas Biotit und Titaneisen.
149. Glimmer-Hornfels. Iramba; anstehend im Kengagombe-Bach bei Kirondatal.
Ein ziemlich dunkles, grünlich - graues, sehr dichtes, splittrig brechendes Gestein, das deutlich Schichtung erkennen läßt. Die mikroskopische Untersuchung zeigt, daß es hauptsächlich aus Quarz und etwas Feldspat (Plagioklas) mit feinverteiltem Glimmer besteht, der größtenteils farblos, zum Teil aber sicher ein mehr oder weniger stark ausgebleichter Biotit ist.
150. Phyllitischer Schiefer mit Quarzadern. Iramba; anstehend im Kengagombe-Bach bei Kirondatal.
Infolge weit vorgeschrittener Sericitisierung zeigt das Gestein starken Seidenglanz auf den Schie : ferungsflächen.
151- Graugrüner Tonschiefer. Iramba, Kengagombe-Bach bei Kirondatal.
Das Gestein besitzt durch Ausscheidung von Sericit in geringem Grade phyllitisches Aussehen. Außer deutlicher Schichtung zeigt es transversale Schieferung, so daß es stellenweise als typischer Griffelschiefer entwickelt ist.
10 . Wembere-Steppe.
152. Steppenkalk. Bodenwelle 1 Stunde nordwestlich von kwa Mtegasi.
Hellgrünlichgrauer, fester, etwas splitteriger, reiner Kalk mit kleinen Kalkspatnestern.
153. Steppen kalk. Wembere-Steppe, Westrand Talmulde des Mangubaches, unterhalb Maschere- Miindung.
Ein fleckiges, schmutzig-rötliches Gestein von dichter Beschaffenheit, das anscheinend aus reinem Kalk besteht.
11. Ussukuma.
154. Quarzit. Uduhe, Rücken io 45 der Route vom 7. November.
Ein lichtgraues, fein- bis grobkörniges Gestein das deutlich discorclante Parallelstruktur erkennen läßt.
288. Quarzit. Meatu, Klippe im Bachbett.
Dunkelgraues, sehr feinkörniges bis dichtes Gestein, mit ebenem, etwas splitterigem Bruch, das im Handstück keine Schichtung zeigt.
289. Bis walnußgroße Kalkkonkretionen im Eluvialboden. Ussukuma, östliche Landschaft Nera.
155. Granitit. Urima, Straße Tabora—Muansa,
1 Stunde nördlich Magogo-Fluß.
Das vollkommen frisch erscheinende Gestein ist feinkörnig, von grauer Farbe und besteht im wesentlichen aus Orthoklas, der von Mikroklin und saurem Plagioklas begleitet wird, Quarz und Biotit. Ac- cessorisch tritt in geringer Menge Muscovit auf, der aber makroskopisch nicht sichtbar ist.
156. Kieselsinter. Berg von Ngasamo (nordöstliches Ussukuma).
Das Gestein ist zum Teil braun-rot, zum Teil grünlich-weiß gefärbt. Der braun-rote Teil, den man als Jaspis bezeichnen könnte, zeigt kleine, rundliche Flecken von milchweißer Farbe und ist wenig porös. An der Grenze gegen den grünlich-weißen Teil wird er von einem Netz von milchig-weißen Chalcedon- adern durchzogen. Die weißliche Partie ist stark löcherig und zum Teil fein porös. Die Hohlräume sind von warzigen Chalcedonaggregaten ausgekleidet.
157. Krusten eisen stein. Straße Muansa—Ikoma, Südhang der Berge zwischen Ruwana und Mbalageti-Steppe.
Breccie aus Quarzit- und Quarzbrocken, durch Brauneisenerz verkittet.
158. Gneisgranit. Straße Muansa—Ikoma, im Mao miro-Bachbett anstehend.
Ein mittelkörniger, durch feinverteilten Pistazit grünlich gefärbter Granit, der Andeutung von Gneisstruktur zeigt. Nach der mikroskopischen Untersuchung besteht das Gestein aus Orthoklas, Mikroklin, etwas saurem Plagioklas, Quarz, dei durch Druck zuckerkörnig geworden ist, und Biotit in verhältnismäßig geringer Menge neben vereinzelten Muscovitblättchen. Als Neubildung erscheint in feiner Verteilung Epidot.
12. Gegend von Ikoma.
159. Hä'matitquarzit. Lager Sasagu vor Ikoma. Im Tal an der Wasserstelle.