Part 
T. 1 (1911) Aufgaben und Verlauf, die Karte, Ergebnisse der Sammlungen, Ethnographisches / von Fritz Jäger. Mit Beitr. von A. Wedemeyer ...
Place and Date of Creation
Page
73
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

helleren mehr porösen Partien gebändert erscheint und in sehr feinkörniger Grundmasse kleine Ein­sprenglinge von schlank prismatischem Augit enthält.

Die Grundmasse setzt sich im wesentlichen zu­sammen aus Mikrolithen von Plagioklas, winzigen, gut ausgebildeten Kriställchen von Nephelin, spär­lichem Leucit, Säulchcn von Titanaugit und einer reichlichen Glasbasis von hellerer oder dunklerer bräunlicher Farbe, die stellenweise durch ein gelagerte pyroxenmikrolithen getrübt erscheint.

6. Weg Aruscha-Umbugue.

a. Mondul-Essimingorgruppe.

50. Basalt. Weg Aruscha Umbugue, 3 / 4 Stunden östlich Neirascherasch.

51. Zersetzter Basalt. Fundort derselbe.

52. Zersetzter Basalt, in bröckligen Late-

ritlebm um gewandelt. Fundort derselbe.

53. Erbsengroße Lateriteisenkonkretionen aus dem zersetzten Basalt. Fundort der­selbe.

54. Zersetzter Basalt. Fundort derselbe.

55. Eisenschüssiger Basaltlehm mit Kristal­len von basaltischem Augit und Horn­blende. Fundort derselbe.

56. Hellgelbbrauner basaltischer Aschen­tuff. Fundort derselbe.

Der frische Basalt dieser Gegend ist ein dunkel­graues, porphyrisches Gestein, das in dichter Grund­masse zahlreiche, bis 5 mm große Einsprenglinge

von Augit und vereinzelte von frischem Olivin führt. Nach dem mikroskopischen Befunde erscheint der Olivin außerdem in zahlreichen kleinen makro­skopisch nicht hervortretenden Einsprenglingen in der im wesentlichen aus winzigen Plagioklasleistchen, Körnchen von Augit und aus Titaneisen bestehenden Grundmasse. Durch Zersetzung geht dieses Gestein in einen braungefärbten Basaltlehm über. Die ein­zelnen Proben zersetzten Basaltes gehören ver­schiedenen Stadien dieses Vorganges an.

57 - Bot zersetzter Nephelinit. Südhang des Essimingor.

58. bis 61. Nephelinite. Fundort derselbe.

Dunkelgraue, zum Teil etwas poröse Gesteine, die in sehr feinkörniger Grundmasse kleine Ein­sprenglinge von schlank prismatischem Titanaugit und zum Teil solche von weißlich getrübtem Nephe­lin enthalten. Die Grundmasse dieser Gesteine be­steht wesentlich aus Augit, Nephelin, Magneteisen und bisweilen etwas gelblicher Glasbasis. Der Nephelin erscheint in der Grundmasse als jüngste Ausscheidung, die Zwischenräume zwischen den idio- morph begrenzten Augiten jüngerer Generation aus­füllend, in derselben Weise, wie die Nephelinfüll- masse der Nephelinbasalte, zu denen diese femischen Nephelinite auch hinüberleiten. Sie führen auch sehr vereinzelt etwas Olivin. Eines dieser Gesteine ist durch die Führung von Perowskit ausgezeichnet. | Mitteilungen a. d. D. Schutzgebieten, Ergänzungsheft 4.

62. Augitit. Südhang des Essimingor.

Dunkelgraues, porphyrisches Gestein mit bräun­licher Verwitterungsrinde, in dessen feinkörniger Grundmasse zahlreiche kleine, selten etwas größere Einsprenglinge von Augit eingebettet sind. Die Grundmasse setzt sich im wesentlichen aus Augit und Magneteisen zusammen. Durch einen kleinen Gehalt an Nephelin in der Grundmasse gibt sich die nahe genetische Beziehung dieses Gesteines zu den Nepheliniten des Essimingor zu erkennen.

63. Zelliger Steppenkalk. Südlich des Essi­

mingor, westlich Lager Mbuyuni.

64. Stark zersetzter Basalt. Südlich des Essi­mingor.

Hellgraubraunes, feinkörniges Gestein mit kleinen unregelmäßigen Blasenräumen, deren Wandungen

von dünnen Kalkkrusten überzogen sind.

65. Knochenrest aus Kalken der Wasserstelle Msuakini.

66. Steppenkalk mit Chalcedonkonkretio- nen. Südlich des Essimingor.

67. Chalcedonkonkretionen aus 66. aus­

gewittert.

b. Kristallines Gebiet bei Umbugue.

68. Quarz. Hügel nordöstlich von Umbugue.

69. Feinkörniger Zweiglimmergneis. Fund­ort wie 68.

Weißlichgraues, feinkörniges Gestein, mit deut­licher Lagenstruktur, das wesentlich aus Q,uarz, Orthoklas, Muskovit und etwas Biotit zusammen­gesetzt ist.

70. Heller Muskovitgneis. Fundort wie 68.

Mittelkörniges, granitartiges Gestein, das im Handstück nur angedeutet Lagenstruktur erkennen läßt und wesentlich aus Quarz, Orthoklas sowie spärlichem Muskovit besteht.

7. Gebiet des Ngurue (Hanang).

a. Grundgebirge.

76. Diabas. Mangati.

Ein dunkelgraues, fein- bis mittelkörniges Gestein mit sehr unregelmäßig splitterigem Bruch, das we­sentlich aus einem kalkreichen Plagioklas und Augit besteht und ausgesprochen ophitische Struktur besitzt. Der Augit zeigt stellenweise beginnende Uralitisierung. Zu den erwähnten wesentlichen Ge­mengteilen treten noch etwas Eisenerz und Gianat hinzu.

77. Gefältelter Zweiglimmergneis. Mangati, Dugumiek.

78. Biotitgranit. Mangati, Dugumiek.

79. Glimmerreicher Gneis. Mangati, Dugumiek.

80. Biotitgneis. Mangati, Dugumiek.

83. Granit. Nordfuß des Ngurue.

Die Hauptgesteine des Grundgebirges des Ngurue- gebietes sind Gneise und Granit. Der im wesent-

10