Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1920) Geschichte der Aufteilung Afrikas 1870 - 1919
Entstehung
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96 Die Aufteilung Afrikas von 1870 bis zur Gegenwart !

Staatskunst. Die Franzosen hatten gewiß mehr Quadratmeilen ! erhalten, aberLand mit leichtem, ja mit sehr leichtem Boden"; ; Wir haben dem gallischen Hahn viel Sand gegeben, um seine j Klauen daran zu üben", soll Lord Salisbury gespottet haben, ! und ein französischer Kolonialpolitiker meint, der Vertrag habe ^ den Französen wohl die Straße gegeben, die zu Schätzen führt, diese Schätze aber gehören den Engländern^). !

Die Beurteilung des Vertrags wird wesentlich von der Be- ^ deutung abhängen, die man der Verbindung der französischen ! Kolonien untereinander, und die man der Wüste Sahara selbst beimißt. Wenn die Sahara wirklich viel wertvolles Land oder ^ etwa Mineralschätze enthalten sollte, so würde sich der hohe Preis, ^ der in dem Abkommen für ihren unangefochtenen Besitz bezahlt wurde, allenfalls rechtfertigen lassen. Im anderen Falle aber hat Frankreich den Besitz einer gewiß sehr großen und auf der Landkarte sich prächtig ausnehmenden, praktisch aber wertlosen Fläche, die ihm überdies niemand streitig gemacht hätte, reichlich überzahlt. Allerdings ist eine volle und gerechte Würdigung ' dieses Abkommens, ebenso wie des deutsch-englischen Vertrags! von 1890, ohne eine genaue Kenntnis der allgemeinen Politik nicht möglich. !

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9. England, Portugal und die Buren in Südafrika !

(1885-1891). !

Außer den Bd. 1, S. 232 erwähnten Werken von Tlieal, Duoa«-) unä Lr^ee ^ sind die Biographien von Cecil Rhodes zu vergleichen: Ltülix 3ouräan, Oeeil KboUe«, Doncton 1911. 81r Dawis Z-Iieliell, Tbe Ute ot Laoti lolm Kboäes, 2 Bände j Donäon 1910. Oorüon Do 8ueur, 6eei1 Klioctea, I^onclon 1913. Peters, Afrika- ; nische Köpfe, Berlin 1915, S. 89ff. und v. Schulze-Gaevernitz, Britischer Jmpe- ; rialksmus und englischer Freihandel, S. 122ff., Leipzig 1906. >

So wichtig auch die englischen Handelsinteressen in West- afrika gewesen sind, so waren doch Süd- und Nordostafrika von viel größerer Bedeutung für das Britische Weltreich. In Süd- j afrika hatte die britische Ausbreitung schon am Ende der sechziger s Jahre wieder eingesetzt, doch hatte die Aufgabe Transvaals 1881 noch einmal einen entschiedenen Rückfall in die Zeit des^

0 Oubois-Torrier S. 500.

Bd. 4 der Historieal geograpb^ ot tlie britisb colonies erschien in zweiter Auflage in drei Teilen. Teil 1 erzählt die Geschichte Südafrikas bis 1895, Teil 2! seit 1895, Teil 3 gibt die Geographie.