Amerika als Ganzes. — Staatenbildung.
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kerung hervorriefen. Da wuchsen allerdings, wenigstens in den Vereinigten Staaten Nordamerikas, größere Städte, genährt von den reichen, von einer tatkräftigen Bevölkerung ausgebeuteten Hilfsmitteln des Landes, wie Pilze hervor.
Am meisten verdichtet hat sich die Bevölkerung Amerikas bisher im 0 der Vereinigten Staaten, auf den westindischen Inseln, in Südbrasilien, in angrenzenden Teilen der La Plata-Staaten und in Chile. Anderseits gibt es in Amerika noch weite Gebiete, die von Europäern noch sehr wenig besiedelt sind, wie der kalte Norden von Nordamerika, Teile der trockenen westlichen Hochländer, sowohl von Nord- als auch von Südamerika, die Urwaldgebiete des Amazonenstromes, weite Strecken des Hochlands von Brasilien u. a. Die Gesamtbevölkerung Amerikas beträgt etwa 165 Mill., so daß auf etwa 1 qkm (Größe 42 Mill. qkm) 4 Einwohner kommen.
Unter den größten Städten befinden sich 3 mit mehr als 1 Mill. E., nämlich Neu -York, Chikago und Philadelphia, und 5 mit mehr als r k Mill. E., nämlich Buenos-Aires, Rio de Janeiro, Boston, Baltimore und St. Louis. Von Städten mit mehr als 200000 E. seien genannt:' Montreal, Buffalo, Toronto, Cleveland, Milwaukee, Washington, Pittsburg, Cin- cinnati, Louisville, Minneapolis, Neu-Orleans, San Francisco, Mexico, Habana, Pernambuco, Bahia, Montevideo und Santiago.
f) Staatenbildung: die staatliche Gliederung und Verfassung.
Die Staaten, die zur Zeit der Entdeckung Amerikas bestanden, wie das Inkareich in Peru und das Aztekenreich in Mexiko, wurden von den Spaniern mit rauher Hand zertrümmert. Die Eroberer konnten sich also den ganzen Erdteil nehmen oder doch beanspruchen. Eine staatliche Gliederung wurde in Südamerika durch den Vertrag wischen Spanien und Portugal eingeleitet, der jenem Land die westlichen, diesem die östlichen Gebiete zuerkannte. In Nordamerika mußten die Franzosen ihre Eroberungen an die Engländer abtreten. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erwachte der Freiheitskampf der jungen amerikanischenKolonien. In Nordamerika mit der Losreißung der Vereinigten Staaten von England beginnend und dann nach Mittel- und Südamerika überspringend, hat er sich bis in die jüngste Zeit wiederholt, in der Spanien seine letzte Kolonie, Cuba, verlor, nachdem Portugal längst seine amerikanischen Besitzungen eingebüßt hatte. Über ein größeres Kolonialgebiet in Amerika verfügen heute nur noch England, dem der ganze N von Nordamerika mit Ausnahme von Alaska, sowie ein Teil von Guayana gehören, sowie Frankreich und Holland, die ebenfalls einen Teil von Guayana besitzen. In das übrige Land teilten sich eine Anzahl von amerikanischen Staaten, die sämtlich die Staats form der Republik angenommen haben. Ihre Grenzen wurden oft sehr willkürlich gezogen, so zwischen Bolivia und Brasilien, zwischen