Amerika.
Plantagenbaus aus Mittelamerika und den nördlichsten Gebieten Südamerikas, Kakao ramentlich aus Venezuela und Ecuador, Kautschuk aus dem Gebiet des Amazonenstroms, Kaffee vorwiegend aus Brasilien. Zucker noch aus Peiu, Weizen aus Argentinien und Chile, ferner Produkte der Viehzucht und Paragua} T -Tee aus den La Plata-Staaten, Salpeter aus dem nördlichen Chile.
Von den verkehrreichsten Ausfuhrhäfen Amerikas liegen auf der Ostseite Montreal, Boston, Neu-York, Philadelphia, Savannah, Charleston, Neu-Orleans, Tambico und Veracruz (beide in Mexiko), Habana, Kingston, Para (oder Beiern), Pernambuco, Bahia, Rio de Janeiro, Santos, Montevideo und Buenos Aires, auf der Westseite Valparaiso, Antoiägasta, Callao, Guayacjuü, Panama, San Francisco und Vancouver.
e) Besiedelung und Bevölkerung: Besiedelungsweise, Volksdichte, VölkerstUinine.
Amerika hat seiüe jetzige Bevölkerung hauptsächlich durch. Einwanderung von Europa sowie durch die Zufuhr von Negersklaven aus Afrika erhalten. Die europäische Ein- wanderuug setzte sich vorwiegend aus Romanen und Germanen zusammen. Die romanischen Einwanderer wandten sich hauptsächlich nach Süd-, die germanischen nach Nordamerika. Letzteres empfing auch zahlreiche Einwanderer aus dem keltischen Irland und aus den sla vi sehen Ländern Osteuropas. Die eingeführten Negersklaven wurden besonders in den Südstaaten der Vereinigten Staaten Nordamerikas, in Mittelamerika und in Brasilien als Plantagenarbeiter benutzt, wo sie daher, nachdem im vorigen Jahrhundert die Aufhebung der Sklaverei erfolgte, noch heute am zahlreichsten sind. Die frühere Indianerbevölkerung, die in einigen Gebieten Mittelamerikas, sowie in Mexiko schon blühende Staaten gegründet hatte, ist durch die fortwährenden Kämpfe mit den eingewanderten Europäern an Zahl sehr verringert worden. Namentlich wurde in Südamerika durch die Spanier ein grausamer Vernichtungskampf gegen die Indianer (als teuflische Wesen) geführt; in Nordamerika ist es gelungen, sie zum Teil seßhaft zu machen. Die Indianer bilden einen Zweig der mongoloiden Völker.
Die Einwanderer waren in der Mehrzahl Leute, die als Ackerbauer oder Viehzüchter eine Farm bewirtschaften wollten. Da das zur Besiedelung vorhandene Land riesigen Umfang hatte, wurden die einzelnen Faimen meist in weiten Abständen voneinander angelegt. So wurde die zerstreute Siedelnngs- weise die Regel. Geschlossen gebaute und größere Ansiedlungen entstanden nur an wenigen, infolge ihrer Lage besonders wichtigen Punkten, und größere Städte entstanden erst, als neben Ackerbau und Viehzucht auch Bergbau, Industrie, Handel und Verkehr schnell aufblühten und eine größere Verdichtung der Bevöl-