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Amerika.
Klima- und Pflanzenzonen der Tierra caliente oder heißen, der Tierra templada oder gemäßigten und der Tierra f r i a oder kalten Zone. Das feuchtheiße Klima der Tierra caliente hat, besonders auf fruchtbarem vulkanischen Boden, einen sehr üppigen Pflanzenwuchs, das Bild des schattendüstern, undurchdringlichen Urwaldes hervorgerufen. Die Erscheinung des sog. Regenwaldes beherrscht auf der Regenseite auch die höheren Abhänge der mittelamerikanischen Gebirge. Bis zur Spitze prangen diese meist im Schmuck eines dichten Waldkleides, und ihre Kämme sind nicht zackig und zerrissen wie die Kämme der europäischen Hochgebirge, sondern bilden breite, sanfte Rücken. In den Gegenden mit geringerem Regenfall und scharf ausgeprägter Trockenzeit ist der Pflanzenwuchs steppenartiger. Man findet dort wohl noch Kiefern- und Eichenwälder, doch daneben auch undurchdringliche Dickichte von Dornbüschen mit eingestreuten Opuntien, Agaven und Kakteen und auf durchlässigem Boden und steilen, felsigen Berghängen offene Grasfluren.
b) Das Kulturbild.
Es gibt wohl kaum ein Gebiet auf Erden, das in der Gunst des Klimas und der Fruchtbarkeit des Bodens Mittelamerika übertrifft. Mit den Großen und Kleinen Antillen können höchstens die Sunda-Inseln in eine Parallele gestellt werden. Die tropischen Kulturen finden ein fast beispielloses Gedeihen. In der Tierra caliente erntet man dreimal, und auf Cuba geben die Tabakpflanzungen in sehr günstigen Jahren einen Ertrag, der dreimal so hoch als der Wert des Bodens ist. Trotz ungünstiger politischer Verhältnisse und vielfach recht schlechter Verwaltung liefert daher Mittelamerika große Reichtümer, in erster Linie Erzeugnisse des Pflanzenbaues auf den Weltmarkt. Sie haben für diesen eine ähnliche Bedeutung wie die Monsungebiete Süd- und Ostasiens, die allerdings im Welthandelsverkehr noch eine viel größere Rolle spielen, weil sie größere Länder umfassen und als Sitze einer viel altern Kultur besser geordnete politische Verhältnisse haben. Großen Schaden auf den Antillen richten die gefürchteten Wirbelwinde an, die aber zum Glück nicht sehr häufig eintreten. Durch dieselben werden die Pflanzungen gewöhnlich so vollständig zerstört, daß für ein oder mehrere Jahre ein Ertrag nicht zu erwarten ist und die Ausfuhr eines Gebiets für diese Zeit ganz aufhört.
Die wichtigsten Kulturgewächse sind Zuckerrohr, das am meisten auf Cuba angebaut wird, wo es am besten auf der berühmten roten Erde im N gedeiht, Tabak, für den das wichtigste Land ebenfalls Cuba ist, das in seinen südlichen und südwestlichen Tälern den besten Tabak der Welt liefert, Kaffee, dessen Anbau sich auf Haiti, Puertorico und in den Staaten des Festlandes von Mittelamerika sehr verbreitet hat, Bananen,