Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1904) Die außereuropäischen Erdteile nebst den deutschen Kolonien
Entstehung
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Amerika.

Der W der Vereinigten Staaten bat die Dämliche Ein Wan­derung wie der 0 erhalten. Es fehlen die Neger, an deren Stelle aber in Californien gegen 100000 Chinesen treten. Die Bevölkerung Mexikos besteht nur zu Vs aus Europäern, zu fast 2 /ö aus Eingeborenen, also Indianern und zu mehr als 2 /5 aus Mischlingen.

4. Die Landbrücke und Inselflur von Mittelamerika.

a) Das Landschaftsbild.

An der Bucht von Tehuantepec trifft der Ostrand des Hochlandes von Mexiko mit dem zuletzt ostwärts gerichteten West­rande desselben zusammen, und dieser starken Verschmälerung des Gebirgssystems der Cordilleren Nordamerikas, deren Höhe zugleich bis auf 207 m herabsinkt, entspricht eine Einschnürung des Erd­teils bis auf etwa 200 km. Die Landenge von Tehuantepec kann als die Scheidegrenze zwischen Nord- und Mittelamerika betrachtet werden. Letzteres bildet gleichsam die nach SO gerichtete Landbrücke zwischen den beiden Erdteilhälften.

Noch zweimal verbreitert sich Mittelamerika nach 0 hin, indem das Faltengebirge, das sein Rückgrat bildet, Seitenzüge entsendet oder zu Hügel- und Tafelländern anschwillt. So gestalten sich die schmälere Halbinsel Yucatan und die breitere von Honduras, die durch den Golf von Honduras geschieden werden. Dann folgt die stärkste Verschmälerung der Landbrücke, indem sich an der Landenge von Panama die beiden Ozeane bis auf etwas mehr als 50 km nähern. An dieser Stelle ist die Cordillere von Mittelamerika, die längs der Westküste hin­streicht und bei einer mittlem Höhe von etwa 2000 m einige Höhen von fast oder über 4000 m aufweist, in einzelne kuppenförmige Erhebungen von vulkanischem Gestein aufgelöst, und ihre Höhe sinkt bis auf 80 m.

Das heutige Oberflächenbild des mittelamerikanischen Fest­landes entstand in seinen Hauptzügen in der Tertiärzeit (im Miocän) und zwar durch eine starke Faltenbewegung, eine stellenweise mächtige Bruchbildung und eine reiche vulkanisch e Tätig­keit. Die Faltung bewirkte eine bedeutende Erhöhung, da z. B. das Faltengebirge von Mittelguatemala trotz der starken, seitdem erfolgten Abtragung noch eine Höhe von 3800 m hat. Von dem ursprünglichen Gesamtgebirge ist wohl zu dieser Zeit, wie Sievers in seinemSüd- und Mittelamerika" schreibt, die ganze Südflauke verschwunden, während die stehengebliebene Nordflanke derart zer­brochen und mit jungen Eruptivgesteinen überdeckt ist, daß die ursprünglichen Verhältnisse ganz verwischt worden sind. Längs­brüche sind sehr häufig, aber auch Querbrüche und Flexuren kommen vor. Die Massenergüsse von vulkanischem Ge-