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Amerika.
caliente wird im allgemeinen bis zu einer Höhe von 700, die Tierra templada bis zu einer Höhe von 2000 m gerechnet.
b) Das Kulturbild.
In den hohen Gebirgen und auf den weiten Hochflächen des westlichen Nordamerika fand der Mensch nicht solche günstigen Das eins bedingungen wie im 0 vor. Durch die geringe Regenmenge oder fast völlige Regenlosigkeit. die schroffen Gegensätze des kontinentalen Klimas und in den höchstgelegenen Gebieten auch durch ein geringes Wärmemaß wird die Anbau- und Besiedelungsfähigkeit großer Landstriche sehr herabgemindert. Nicht einmal für den Betrieb einer ausgedehntem Viehzucht, höchstens für etwas Schafzucht reicht der dürftige Graswuchs, den diese Gebiete hervorzubringen vermögen, aus.
Im Bereiche der Vereinigten Staaten haben jedoch die Bemühungen des Menschen, dem Anbau trotzdem eine große Ausdehnung zu geben, in zwei Gebieten großen Erfolg gehabt, in Utah, wo die religiöse Sekte der Mormonen Landstrecken, die früher wiistenhaft waren, durch Bewässerungsanlagen und den Bau artesischer Brunnen in einen großen Garten verwandelt haben, und in Californien, wo heute, zum Teil ebenfalls mit Hülfe künstlicher Bewässerung, besonders ein bedeutender Obst- und Weinbau betrieben wird. In Utah knüpft sich die Möglichkeit künstlicher Bewässerung an das Vorhandensein der Wahsatch- Gebirgskette, welche das Große Becken im W von dem Colorado- Plateau im 0 scheidet, insofern nämlich, als diese Gebirgskette Steigungsrege n hervorruft und infolgedessen Gewässer entsenden kann, die dem Großen Salzsee zuströmen, an dessen Ostufer die Salzseestadt (60000 E.) der Mormonen entstanden ist. In Californien lagen die Verhältnisse für einen ausgedehnten Anbau mit Hülfe künstlicher Bewässerung viel günstiger. Das große Längstal von Californien bot zur Anlage von Feldern und Gärten und zu einer stärkern Besiedelung den nötigen Raum, und die unzähligen Gebirgsbäche, welche dem Flusse Sacramento und seinem von S kommenden Nebenflüsse von beiden Seiten in fast regelmäßigen Abständen zugehen, bilden ein, wie man sagen darf, ideales Bewässerungsnetz.
Die künstliche Bewässerung im Westen der Vereinigten Staaten
Nordamerikas.
Die künstliche Bewässerung war in den Vereinigten Staaten bis vor wenigen Jahren nur für die in wüstenartige Gebiete des Westens ausgewanderten Mormonen eine Lebensfrage gewesen. Glänzend ist diese Frage von der religiösen Sekte bezw. ihrem weitblickenden Führer gelöst worden. Die geschaffenen Anlagen waren vorbildlich zu nennen und dienen gegenwärtig in der Tat der Bundesregierung als Vorbild, um weite Gebiete der Vereinigten Staaten anbau- und besiedelungsfähig zu machen.
Als der Einwanderer-Strom, nachdem im 0 der Vereinigten Staaten fast alles Land besetzt war, sich immer stärker auch den trockenen westlichen Ge-