Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1904) Die außereuropäischen Erdteile nebst den deutschen Kolonien
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Die westlichen Faltengebirge von Nordamerika.

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350000 E.), die wichtigste Handelsstadt am Ohio ; Louisville (luiwill, 230000 E.), ebenfalls am Ohio gelegen, der erste Tabaks- mark der Welt, der 1 \z des in Amerika erzeugten Tabaks vertreibt; St. Paul (170000 E.) und Minneapolis (220000 E.), die Doppel­stadt am obern Missouri und der größte Mehlmarkt der Welt; St. Louis (von den Amerikanern ßent lüis gespr., 600 000 E.j mit großartiger Industrie und lebhaftem Handel; Neu- Orleans (oder New-Orleaus, gespr. nju orlins, 300000 E.), die wichtigste Handelsstadt am Golf von Mexiko und Hauptaus­fuhrhafen für Baumwolle; endlich das vor einigen Jahren durch eine Sturmflut fast vollständig zerstörte Ch arles ton (tschärlßn, 60000E.) an der südlichen Küste des Atlantischen Ozeans, ebenfalls ein wichtiger, früher der bedeutendste Ausfuhrhafen für Baumwolle, und Richmond (ritschmond, 80000 E.), im atlantischen Küsten- vorlande gelegen, mit den großten Tabakf abriken der Union.

Die eingewanderten Europäer, welche das Gebiet besiedelt haben, entstammten meist Großbritannien, Irland, Deutsch­land und Skandinavien. Die Deutschen siedelten sich besonders in den großen Städten, wo sie bis zu einem Viertel der Bevölkerung bilden, wie in Neu-York, Cincinnati und St. Louis, ferner in dem Gebiet des Ohio, des obern Mississippi und in den Prairiegebieten an. Im S, in den Südstaaten der Vereinigten Staaten, ist die von den früheren Negersklaven abstammende Negerbevölkerung sehr zahlreich. In den Staaten Südcarolina, Mississippi und Lousiana überwiegt sogar die Zahl der Schwarzen die der Weißen. Von der früheren Indianerbevölkerung ist ein Teil in dem hierfür bestimmten Indianer-Territorium am Arkansas seßhaft gemacht worden.

3. Die westlichen Faltengebirge von Nordamerika.

a) Das Landschaftsbild.

Das mächtige Faltengebirge derCordilleren, welches den W Nordamerikas von S nach N durchzieht und bis in die Halbinsel Alaska hinein ausstrahlt, besteht aus zwei Haupt- gebirgszügen, welche ein breites Hochland umrahmen. Sowohl der östliche als auch der westliche Gebirgswall setzt sich wieder aus zahlreichen Gebirgsketten zusammen.

Das östliche Hochgebirge, auf dem der Makenzie, der Missouri und andere große Ströme entspringen, wird als Felsen- gebirge oder Rocky Mountains (röcki mauntens) bezeichnet. Seine Gebirgsketten schließen sich entweder aneinander an oder laufen zu mehreren nebeneinander her. Bis zum Quellgebiet des Nord-Platte-Flusses haben sie eine südöstliche Richtung. Eine Plateaulandschaft, die im Evans-Passe in nur 2400 m Höhe von der Union-Pacific-Bahn überschritten wird, unterbricht