Afrika als Ganzes. — Das Klima.
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Viele Spuren hat die vulkanische Tätigkeit auf afrikanischem Boden hinterlassen. Sie hat ihn mit vielen stattlichen Bergformen, von denen einige bis ins Reich des ewigen Schnees emporragen, geschmückt. Wir können hauptsächlich drei vulkanische Gebiete unterscheiden, das erste, größte in Ostafrika, wo auf den meridional laufenden Bruchlinien riesige Vulkane hervorgebrochen sind, die in Abessinien ein mächtiges Gebirge hervorgebracht haben und deren Reihe nach S über Madagaskar bis zur Insel Mauritius verfolgt werden kann, das zweite in Westafrika, wo sich am und im Busen von Guinea die Vulkane des Kamerun-Berges, der Insel Fernando Pöo und anderer Guineainseln gruppieren und ans dem Atlantischen Ozean noch die vulkanischen Inseln St. Helena und Ascension und weiter nördlich die Inselgruppen der Kapverden, Kanaren und von Madeira emporgetaucht sind. Audi in der Sahara weisen heiße Quellen auf vulkanische Zustände hin.
Auf die Bildung der heutigen Bodendecke Afrikas hat außer Wasser und Wind hauptsächlich der Wechsel zwischen großer Erhitzung und schneller Abkühlung eingewirkt. Derselbe tritt am schärfsten in den trockenen heißen Ländern ein. Er schuf die Stein wüsten der Sahara. Überall förderte er die Verwitterung des Gesteins. Die Bodendecke ist daher in den tropischen Gegenden Afrikas eine ziemlich mächtige. Die Gebirge vermögen viel Schutt abzugeben, der durch die Flüsse als Gerölle und Schlamm fortgetragen wird bis in ferne Gegenden. Die Flüsse des Hochlandes von Abessinien, vor allem der Atbara (vergl. S. 28) bringen z. B. den fruchtbaren Schlamm, mit dem der Nil den Boden Ägyptens düngt, und aus dem er sein Delta aufgebaut hat. Eigentümlich ist den tropischen Ländern Afrikas das Vorkommen und die große Verbreitung des rötlichen Laterits und ähnlicher Rot- und Gelberden. Für die bodenbildende Tätigkeit des Windes bieten die Wüsten Nord- und Südafrikas ein weites Feld dar. Durch das Aneinanderreihen der mit großer Gewalt fortbewegten Stein- und Sandmassen und durch Abpolie- rung des Bodens ist allmählich, im Laufe einer langen Zeitdauer, das riesige Sandmeer der Lybischen Wüste und der nordwestlichen Sahara entstanden, dessen Dünenbewegung fast mit der Wellenbewegung des Ozeans verglichen werden kann.
c) Das Klima.
Da Afrika fast in der Mitte vom Äquator durchschnitten wird, aber bis zum 37. 0 N und ungefähr 35. 0 S reicht, gehört es drei astronomischen*) Klimazonen an, mit dem breiten Mittelteil der heißen, mit einem schmalen, nördlichen Streifen der nörd-
*) Astronomische genannt, weil sie nach der Sonnenhöhe und dem "Winkelgrad der Sonnenstrahlen, also ausschließlich nach einem astronomischen Gesichtspunkte abgegrenzt sind.
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