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Geschichte der deutschen Kolonialpolitik / von Alfred Zimmermann
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3. Kamerun.

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Gesamtausgaben Mark

Davon eigene Einnahmen

Mark

Vor­anschläge

1903 1904 1905 1906 1907 1908 1909 1910 1911 1912 1913

4 230 000

4 020 000 5400 000

5 650 000

6 040 000 7140 000

10 930 000 I I 980 000 21 300 000 17 640 000 15340 000

2 020 000 2 420 000

2 760 000

3 520 000

4 560 000

4 350 000

5 670 000

6 980 000

5 250 000

6 870 000 8 900 000

Von 1903 an wird ein Teil der Kosten durch Anleihen gedeckt.

Die Entwicklung Togos hat lange Zeit unter den ungeregelten Grenzverhältnissen gelitten. Ein großer Teil der Erzeugnisse des Innern dieser Kolonie ging auf der Wasserstraße des Volta nach dem englischen Quittahdistrikt oder aus dem Monuflusse nach dem französischen Grand Popo. Seit dem Bau der Landungsbrücke in Kotonu, die den Verkehr der gefährlichen Küste mit den Schiffen wesentlich erleichterte, drangen auch Waren aus dem französischen Gebiet durch Schmuggel in die deutsche Kolonie. Mit englischen Waren war das von Quittah aus, wo die Landungsgelegen­heit weit besser als in Lome und Klein-Popo war, schon längst der Fall. Erweiterung des Hinterlandes, Erlangung besserer Grenzen, Verbesserung der Landungsverhältnisse waren daher hier die Haupt­aufgabe der Verwaltung, an deren Spitze seit 1895 der früher als Assessor in Südwestafrika tätig gewesene Landeshauptmann Köhler stand/

Die Vorstöße deutscher Reisender vom Togo bis zum Niger waren leider zu spät erfolgt. In den wichtigsten Ortlichkeiten waren Engländer oder Franzosen ihnen zuvorgekommen. Wie schon erwähnt, boten die von deutschen Expeditionen geschlossenen Ver­träge aber die Möglichkeit, im Jahre 1897 von Frankreich Abtre­tung des Landstreifens bis zum Monu und Zugeständnis einer

4. T

ogo.