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Geschichte der deutschen Kolonialpolitik / von Alfred Zimmermann
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18961907.

Gesamte Ausgaben Mark

Davon eigene Einnahmen

Mark

Vor­anschläge

1905 1906 1907 1908 1909 1910 1911 1912 1913

") 40 520 000

32 780 000

31 500 000

32 230 000 36 570 000 54 760 000

13 450 000

12 620 000

13 800 000

6 950 000

7 240 000 7 910 000 7 620 000

10 870 000 13 190 000 9 860 000

12 480 000

13 730 000

3. Kamerun.

Auf Kamerun wurden in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre besondere Hoffnungen als Plantagenland gesetzt. Die steigende Nachfrage nach Kakao, der Aufschwung, den wr Kakaobau auf den benachbarten spanischen und portugiesischen Inseln genom­men, hatten zu Versuchen mit südamerikanischen Kakaosorten in Ka­merun Veranlassung gegeben. Als diese, besonders an den Abhän­gen des Gebirges günstige Erfolge erzielten, hatten der frühere Gouverneur v. Soden, der mit der Kolonie innig vertraute For­schungsreisende Dr. Zintgraff und Freunde des Gouverneurs v.Puttkamer: Dr. zur. M. Esser und Sholto Douglas dort große Ländereien erworben. Zu ihrer Bewirtschaftung gründeten sie Januar 1897 eine PflanzungsgesellschaftViktoria" mit 2^2 Mil­lionen Mark Kapital.

Im Verein mit Rechtsanwalt Dr. Scharlach und Freiherrn v. Soden rief Dr. Esser, der 1396 Kamerun besucht und die Ver­hältnisse näher kennen gelernt hatte, im selben Jahre noch eine zweite PflanzungsgesellschaftBibundi" mit 1^/2 Millionen Kapital ins Leben.^) Endlich wurde damals durch Dr. Esser die Pflanzung eines Herrn Günther in Soppo am Kamerun-

14) Seit dem Jahre 1903 wird ein Teil der Kosten der Kolonie durch Anleihen gedeckt und als außerordentlicher Etat verrechnet.

15) Das Land brachten Jantzen und Thormählen und der Geheime Kommerzienrat Oechelhäuser, der größere Terrains in der Kolonie gekauft hatte, in die Gesellschaft ein.