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Der Krieg in Deutsch-Südwestafrika 1904 - 1906 / von K. Schwabe
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374 Der Aufstand der föottentotten.

Banibeam und (Darinkadrift, um dem Gegner ein Ausweichen nach Osten zu verwehren.

Die 9. Compagnie mit dem 6 cm Gebirgsgeschütz und der Balbbatterie Stuhlmann wurden aut Befehl des Bauptguartiers nach l^eetmanshoop in (barsch gesetzt. Am 18. Juli übergab der mittlerweile erkrankte (Dajor Gräser das kommanöo an Major Draeger.

Wenngleich der Abteilung Gräser keine großen, greifbaren und dauernden Erfolge beschieden waren, so h a b en ^ach §ührer und Mann­schaften bei der tagelangen Überwindung fast ungangbaren Geländes unter fortwährenden Gefechten und bei knappster Verpflegung durch her­vorragende Ausdauer und großen Mut ausgezeichnet und dem §eind be­trächtliche Verluste zugefügt."

Die dämpfe gegen den DandenfüHrer Andreas.

Auch an den südlichen Grenzen des Bererolandes im Distrikt Ot- jimbingwe dicht südlich des Swakopflusses waren die Verhältnisse in den ersten Monaten des Jahres 1905 noch ungeklärte. Patrouillen, die von Ot- jimbingwe und Windhuk aus in das wenig bekannte und unwegsame Bomashochland vorgestoßen waren, hatten dort stärkere Ansammlungen von f5erero angetroffen, die späterhin noch durch F5ottentotten verstärkt wurden. Da diese Banden, die sich unter der §ichrung des Berero Andreas zu­sammengeschlossen hatten, eine stete Gefahr für die Eisenbahn und für die in der Umgebung Windhuks versammelten Viehherden bildeten, wurden energische Maßnahmen zu ihrer Vernichtung notwendig. Die zu diesem Zweck ausgesandten Druppen stießen auf sehr starken Widerstand.

Am 26. Mai traf eine halbe Etappenkompagnie 48 km westsüdwestlich von Windhuk bei Grotz-Beusis auf die Bande des Andreas, die den Buisebfluß abwärts zog.

Das Gelände dieser Gegenden ist ein besonders wildes und schwieriges. Die tiefeingeschnittenen Quellflüsse des Buiseb und ein unübersichtliches und schroffes Bergland bieten den Eingeborenen zahllose Schlupfwinkel. Es konnte daher kaum überraschen, wenn die Berero hier wieder einmal einen recht bedeutenden Widerstand leisteten. Erst nach fünfstündigem Gefecht gaben sie ihre Stellungen mit einem Verlust von 20 Mann auf. Die deutsche