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Der Hufsland der ßerero.
die Felswildnisse des mittleren Gererolandes. nicht die weg- und wasserlosen Grassavannen der Omaheke, nicht ihr furchtbarer, undurchdringlicher Dornbuschwald. Zum zweiten aber billige ich nur dem die Zähigkeit zu. hier klar sehen und ein Urteil fällen zu können, der als Soldat in Südwestafrika gefochten hat. Dur dieser kann nach siecht und Billigkeit abwägen und urteilen.
Sei Major v. Glasenapp befanden sich zwei alte Llfrikaner, v. Frankens und Cggers, beide in zahlreichen Gefechten in Südwestafrlka glänzend erprobt und bewährt. )hr Urteil mutzte in erster Linie maßgebend sein, und da sie keine Gedenken trugen, in das Gefecht einzutreten, so ist es für inich außer aller Frage, daß wir in Owikokorero einen der in jedem lzriege sich ereignenden Zusammenstöße vor uns haben, die infolge einer Geihe nicht vorauszusehender Greignisse stets mit großen Verlusten verbunden sind.
Die Zuteilung so zahlreicher Offiziere an die Grkundungsabteilung, die einzelne dem Führer der Ostabteilung zum Vorwurf machen wollen, erklärt sich durch die besonderen Umstände. Ich verweise in dieser Geziehung auf die durchaus gleichartigen Verhältnisse des Sulukrieges und des Matabeleaufstandes. Duch hier sind, als an Gerittenen Mangel war, Patrouillen ausgerückt, denen lediglich zur Stärkung der Gefechtskraft zahlreiche berittene Offiziere beigegeben wurden. Die Verhältnisse liegen dort unten eben anders als in unserer europäischen Geimat, und diese anders gearteten Verhältnisse erfordern veränderte Maßnahmen. Im Sulu- und Matabelekriege waren auch weitausgreifende patrouillenritte hö her er Offiziere mit nur geringer Gegleitung durchaus keine Seltenheit."
Die Gerero nutzten übrigens die ihnen durch den Llbmarsch der Ost- abteilung gebotene Gelegenheit, nach Osten zu marschieren, nicht aus, sondern begannen sich nach dem XVaterberg zu ziehen. —
Die Westabteilung.
In Omaruru waren unter Major von Gstorff am 14. Februar die 2. Feldkompagnie der Schutztrupps (Franke), die 3. Compagnie des Marine- Cxpeditionskorps (Gaering), ein Feldgeschütz C 73, ein 6 cm Gebirgsgeschütz und zwei 3,7 cm Maschinenkanonen vereinigt.