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Der Krieg in Deutsch-Südwestafrika 1904 - 1906 / von K. Schwabe
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Der Aufstand der ßerero.

deutlicher h ervor - §ost hot es den Anschein, daß die lerere Scham empfanden, den kühnen Angriffen dieser kleinen Detachements nicht energischer Widerstand geleistet zu hoben. Burz, sie besannen sich auf sich selbst und gingen daran, den frisch eingetretenen Verstärkungen gegenüber ihre Widerstandsfähigkeit von neuem zu erproben.

Der Zug des lÄapitänleutnants 6ygas ins Swakoptal und der 'Cruppenbefefyl vorn 15. februar 1904.

Die erste der deutschen Abteilungen, die Gelegenheit hierzu bekam, war die Kolonne des Bapitänleutnants Gygas, die über Otjimbingwe in das Swakoptal vorrückte. Der Bereroplatz, den Leutnant a. D. Landmesser von Srankenberg mit 49 Gewehren hielt, wurde am 15. februar passiert. Rapitänleutnant Gygas konnte hier über den Aufenthalt des abgezogenen feindes nichts Genaueres erfahren, als daß er östlich von Otjimbingwe am Swakop sitzen solle. Der deutsche §ichrer beschloß sofort, den Gegner unter allen Umständen aufzusuchen, und traf ihn am 16. in starker, befestigter Stellung am Ciewenberg, die unter gewaltigen Anstrengungen der tapferen kleinen und den ßerero an Zahl weit unterlegenen Schar in 7 V 2 ständigem Gefecht gestürmt wurde.

Auf dem weiteren Marsch über Quaipütz und Sneyrivier auf Grotz- Barmen kam es am 19. bei BleimBarmen nochmals zu einem setzr heftigen Gefecht, in dem die Berero versuchten, die marschierende Bolonne zu über­fallen, von dieser aber auf das kräftigste zurückgewiesen wurden, ßiermit erzwäng sich Bapitänleutnant Gygas den Zugang nach Grotz-Barmen, das bisher ganz abgeschnitten gewesen war und das Veterinärrat Aickmann mit einer Patrouille von 20 Reitern aus Okahandja trotz zweimaliger Versuche am 17. und 18. nicht hotte erreichen können.

Am 20. traf das Detachement in Okahandja ein. An Verlusten waren in beiden Gefechten zu verzeichnen: 2 Mann tot und 8 Mann verwundet. Nach einem nochmaligen Zug mit der Compagnie Schering nach Okamita, wo jedoch der Gegner nicht mehr angetroffen wurde, kehrte das Landungskorps unter Rapitänleutnant Gygas am 27. wieder nach Swakopmund und an Bord zurück. An Land blieben noch Oberleutnant zur See löermann und Dr. Veiten mit 14 Mann bei der Compagnie Winkler und 6 Mann auf verschiedenen