Matznahmen in der tbeimat.
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Der große und nachhaltige Erfolg der dämpfe um Omaruru gipfelte in dem Umstand, datz die köerero die Umgegend des Ortes verließen und — wahrscheinlich zum größten Heil in nordöstlicher Dichtung — in weitere Entfernung zurückwichen. Sie verloren etwa 100 kröpfe, aber auch die Verluste der deutschen Eruppen waren bedeutende: Sechs Mann an Loten, 3 Offiziere und 12 Mann an Verwundeten. Von den verwundeten Offizieren — Oberleutnants von Dathusius, Oriesbach und Leutnant von Wöllwarth — erlagen die beiden letztgenannten, von den Mannschaften noch ein Mann ihren Wunden. —
Maßnahmen in der l^eimal.
Inzwischen waren in Deutschland umfassende Maßnahmen zur Verstärkung der Streitkräfte des Schutzgebiets getroffen worden. Lluf lZefehl Seiner Majestät des Kaisers wurde am 17. Januar 1904 ein Marine- ExpeditionsKorps gebildet und dessen Mobilmachung so beschleunigt, daß es bereits am 21. Januar die Ausreise nach Südwestatrika antreten konnte.
Major von Olasenapp, bis dahin Kommandeur des II. Seebataillons, ein bereits vielfach im Lluslandsdienst bewährter Offizier, wurde an die Spitze des aus Mannschaften des I. und II. Seebataillons gebildeten Marine-lnfanteriebataillons gestellt und übernahm bis zum Eintreffen des später ausreisenden Obersten Dürr, des Inspekteurs der Marine-Infanterie, das Kommando über das gesamte Expeditionskorps.
Dieses bestand aus dem Marine-lnfanteriebataillon zu 4 Compagnien, einer Maschinenkanonen-5tbteilung (8 - 3,7 cm Maschinenkanonen), einer Sanitätskolonne und dem Proviant- und Materialiendepot. Die Gesamtstärke betrug 30 Offiziere, 648 Unteroffiziere und Seesoldaten und 25 Pferde. Deigegeben war dem Lransport auf Dampfer „Darmstadt" ein Ersatztransport für den „löabicht", 4 Offiziere, 60 Mann und 1 Maschinengewehr, sowie eine Abteilung der Schutztruppe, 2 Offiziere, 55 Mann (Eisenbahn-lZau- abteilung). Zugleich trat der aus den früheren dämpfen in Südwestafrika wohlbekannte Major von Estorff die Ausreise in das Schutzgebiet an. —
Zur Verstärkung der Schutztruppe wurde ferner auf Allerhöchsten lZefehl die Aufstellung von 22 Offizieren und 516 Mann durchgeführt, die in 2 Transporten unter IZefehl der Sauptleute Puder und von IZagenski am 30. Januar und 2. §ebruar von löamburg aus die Aeise antraten.