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Der Dufstand der löererö.
Rulje in die Zukunft sehen, Erotzdem aber blieb die Lage eine überaus gefahrvolle, und man war gezwungen, nach zwei Seiten §ront zu machen, nachdem der Dechale-Stamm der Ovambo einen Ltngrift auf die kleine, nur mit dem Sergeanten Oroßmann und 4 Seitern besetzte Station Namutoni am Ostende der Etosa-Salzpfanne gemacht hatte. Dm 2. §ebruar nämlich, gerade als die Sesatzung Damutonis den Sefehl erhalten hatte, sich nach Sroottontein heranzuziehen, wurde plötzlich der Anmarsch einer großen Ovambohorde gemeldet. Die Sesatzung hatte kaum Zeit, sich auf den festen Eurm zurückzuziehen, als bereits 600 Ovambo unter Kapitän Dechale in die Station eindrangen und zu plündern begannen. Das §eusr der fünf tapferen jagte sie zurück, und bald darauf begann der Llngrift auf den Eurm, der mit einem Sage! von Geschossen überschüttet wurde. Dann folgten mehrere Sturmversuche, die unter dem wohlgezielten §euer der Deutschen zusammenbrachen. Pils über 100 Leichen den Kampfplatz bedeckten, zogen die Ovambo gegen Dbend ab, und die deutsche Sesatzung, die sich fast ganz verschossen hatte, konnte sich nach Orootfontein retten.
Die Ovambo unternahmen in der §olgezeit zwar keinen neuen Lln- grift, bildeten aber doch durch ihre unsichere Saltung eine dauernde Oefahr für die in Orootfontein versammelten Weißen. Den „Seiden von Damutoni" ist es neben der umfassenden Tätigkeit des Oberleutnants Volkmann zweifellos in erster Linie zu verdanken, daß sich nicht Massen deutschfeindlicher Ovambo im §ebruar 1904 den Serero anschlössen.
Waterberg.
Cin schwerer Schlag für die deutsche Sache war die Ermordung sämtlicher deutschen Männer in Waterberg. Sier hatte die unsinnige Saus- lust der Serero kurz vor dem Llusbruch des Dufstandes in Okahandja zwar bereits den Verdacht der Weißen erregt, und der Stationschef, Sergeant Sademacher, hatte hierüber nach Windhuk berichtet — dennoch aber blieb bis zum 14. Januar alles ruhig. Lln diesem Eage aber stürzten sich die Mordbuben auf die deutschen Männer, von denen, außer dem Missionar Eich, nicht einer ihren Seulen entrann. So wurden in den Säusern, auf der Straße und am Deubau des Stationsgebäudes zwei Unteroffiziere, drei Seiter und sieben Zivilpersonen erschlagen. Zu erfolgreicher Oegenwehr kam es an keiner Stelle.