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Der Krieg in Deutsch-Südwestafrika 1904 - 1906 / von K. Schwabe
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Der flufftanö der ßerero.

Dälje von öobabis zurück, beobachteten jedoch den Ort dauernd und sperrten die Straße nach Seeis-Windhuk mit starken Kräften.

In einem nach Windhuk gesandten Gericht vom 4. §ebruar meldete Oberleutnant Streitwolf die Vereinigung der gesamten Ostherero unter Lraugott und "Cjetjo bei ßehoro in Stärke von etwa 1000 Mann mit 500 Gewehren.

Der Norden.

In den nördlichen Gezirken Outjo und Grootfontein war die Lage durch die Llnwesenheit einer stärkeren aktiven Uruppe, der 4. §eldkompagnie, eine mehr gesicherte als im übrigen Uamaralande. Zudem saßen hier die ßerero nicht so dichtgeschlossen wie in den südlichen und östlichen teilen ihres Landes, und der offensive Geist der §eldtruppe machte sich früh­zeitig bemerkbar und hielt viele unschlüssige unter den ßerero im Zaum.

ßaum nämlich waren die ersten alarmierenden Nachrichten von den bedrohlichen Vorgängen in Waterberg und Okahandja in Outjo bekannt geworden, als bereits am 12. Januar ßauptmann ßlietoth, der Lhef der 4. §eldkompagnie, mit 2 Offizieren, einem Nrzt, 47 Neitern und einem Geschütz von Outjo aus in der Dichtung auf Waterberg vorstietz. flm 16. zersprengte er bei Okanjande eine starke Nebellenhorde, wobei §eldwebel Glatze! schwer verwundet wurde, kehrte aber dann auf die Nachricht, datz Outjo von den ßerero bedroht sei, am 18. dorthin zurück.

ßier war inzwischen die Mehrzahl der rechtzeitig gewarnten §armer mit ihren ßerden eingetroffen, andere hatten sich in Otjikondo und ßauas verschanzt und wurden von Outjo aus verstärkt und mit Munition und Proviant versehen. Nur wenige Nnsiedler waren der Mordgier der ßerero zum Opfer gefallen, unter ihnen der §rachtfahrer Peter, dessen zwei, Uniformen enthaltende Wagen ausgeraubt wurden.

In energischer Weise wurden nun die in der Umgebung Outjos umher­schweifenden Ganden Nufständischer zersprengt und vertrieben und am 27. Januar ein zweiter Vorstoß unternommen. In Stärke von 4 Offizieren, einem Llrzt, 60 Mann und zwei Geschützen rückte die Gruppe auf Omaruru vor und traf am 29. am Gtanenoberge auf den §eind. Das heftige Gefecht, das' sich entwickelte, schildert ein Mitstreiter, der lZerichterstatter der kölnischen Zeitung", folgendermaßen: