^ In der Kaserne zu Omaruru — Heimwärts ZZ7
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So schlug uns denn abermals die Trennungsstunde. Ich war wieder allein und sehnte mich unendlich nach Ruhe und einer Heimat. Endlich kam die ungeduldig erwartete Nachricht aus Karibik, daß die Pad Omaruru—Karibik für Wagen unter starker Bedeckung passierbar sei.
Frau Kühn, deren Mann ebenfalls mit ins Feld mußte, wollte auch nach der Küste. Sie war so liebenswürdig, mich bis Karibik mitzunehmen.
7. Heimwärts.
Am 28. Februar, gegen 3 Uhr, nahmen wir Abschied von den Omaruruern und beeilten uns, in schnellen Trecks vorwärtszukommen.
Wir benutzten den Weg, den die Kompagnie Franke vor dem Entsatz der Festung genommen hatte. Er war gekennzeichnet. Wir stießen erst auf einen zerbrochenen Wagen, vor dem noch angeschirrt die Kadaver der getöteten Ochsen lagen. Dann wieder trafen wir auf tote Pferde, Beutestücke, zerschlissene Sättel und Fetzen aller Art. /
Wir fuhren, ohne anzuhalten, bis 1 Uhr nachts. Die Nacht war ^ wundervoll mild, und der afrikanische Vollmond leuchtete uns in aller seiner Pracht. Mit Wehmut gab ich mich dem Zauber der Landschaft hin. Ich war noch gar nicht aus Afrika hinaus, da hatte ich fchon Heimweh und konnte nicht abwarten, wieder da zu sein. Wenn das Kind nicht gewesen wäre, ich hätte das Land nicht verlassen.
Beim Aufbrechen und Einpacken in der Nacht fiel Babys Flasche hin. Ich war in Verzweiflung. Da bot mir ein Soldat seine geleerte Rumflasche als Ersatz an. Sie hat mir bis Swakopmund gute Dienste getan.
Kurz vor Sonnenaufgang waren wir in Etiro. Dort besahen wir das Haus des ermordeten Farmers Joost. Nicht ein Gegenstand darin war heil. Frau Joost hatte auch in Omaruru Schutz suchen wollen, war von den Hereros gefangen genommen und beraubt, nachher aber beim Missionar Dannert abgegeben worden.
Frau Kühn und ich waren steif geworden von der langen Fahrt und gingen in aller Frühe ein wenig spazieren. Um den herrlichen