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Handbuch des Deutschtums im Auslande : nebst einem Adressbuch der deutschen Auslandsschulen / hrsg. vom Allgemeinen Deutschen Schulverein zur Erhaltung des Deutschtums im Auslande
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216 Vorderindien. Teutsche Konsulate. Hinterindien. Französische Besitzungen.

Im Schiffsverkehr wird die deutsche Flagge schon seit einer Reihe von Jahren nur noch von der britischen übertroffen. Ihr Anteil ist besonders seit 1899 rasch gestiegen und belief sich im Jahre 1902 mit 1 295 382 Reg.-Tons auf 13 des Gesamtverkehrs.

In Colombo, wo die meisten Deutschen wohnen, besteht eine Verteilungs­stelle des Deutschen Flottenvereins.

Deutsche Konsulate.

Calcutta, General-Kousul, ihm attachiert ein charakterisierter Vize-Konsul und ein Handelssachverständiger; außerdem ein Konsul, Präsidentschast Bengal, Nordwest-Provinzen und Provinz Audh. Bombay, (Berufs-) Konsul, Präsident­schast Bombay, Distrikt Mcmgalore der Präsidentschast Madras, einschließlich der Eingeborenenstaaten, die Zentralprovinzen, die Eingeborenenstaaten in Zentral- Jndia und die Nizam-Dominions. Davon reffortiert: Karüchi, Konsul, Pro­vinz Sind und Punjab einschließlich der Eingeborenenstaaten und der Staat Cutch. Cochin (Malabarküste), Konsul, die Eingeborenenstaaten Travancore und Cochin und der britische Distrikt Malabar sowie die Inselgruppe der Laccadiven. Colombo, Konsul, Insel Ceylon. Madras (kommiss. verwaltet), Konsul, die Küste Coromandel von Madras bis zum Kap Comorie, ausschließ­lich der französischen Kolonien.

V. Kinterindim.

(v, Kleist, Jndochina, in: Asien ll l190S). P, Lindenberg, Deutschland und Siam, a.a.O. Das wirtsch,Asien I (1903), Nr.3. A.Etienne, Exporthandbuch, 1,1903, S.117.)

1. Französische Besitzungen.

In Französisch-Jndochina und in Tonkin sind Deutsche besonders in den Reisexportgeschäften und in den Schiffsagenturen tätig: die beiden größten Handelshäuser Jndochinas sind deutsch; doch ist die Zahl der Deutschen selbst in Saigon uud Hanoi nur gering. Die deutschen Schiffahrts- und Handelsinteresfen stehen gleichwohl au hervorragender Stelle; im Handel freilich muß Deutschland hinter Frankreich, das mit seiner Kolonie in Zolleinigung unter hohem General- taris und Begünstigung der Ausfuhr uach dem Mutterlande steht, weit zurück­stehen; im Schiffsverkehr aber nimmt es nach der Statistik über das Jahr 1903 hinter Frankreich die erste Stelle ein; das Verhältnis zum französischen und zum Gesamtschiffsverkehr ergibt sich aus solgender Tabelle:')

Flagge

Eingelaufen

Ausgelaufen

Schiffe

Reg.-Tons

Schiffe

Reg.-Tons

Deutsche.........

Französische.......

Ueberhaupt......

I

436 292 1062

281 170 463 549 1 316 032

401 305 1043

460 360 581 965 1 669 235

Am Verkehr des Hafens von Saigon war die deutsche Flagge im Jahre 1903 nnt 141 685 Reg.-Tons oder 17,8° v des Gesamtverkehrs beteiligt.

') Gothaer Gen. Hofkalender.