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Was Afrika mir gab und nahm : Erlebnisse einer deutschen Ansiedlerfrau in Südwestafrika / von Margarethe v. Eckenbrecher
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12g Okombahe

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6. Zukunftspläne und Enttäuschungen.

Dieses Idyll auf Okombahe sollte natürlich nicht ewig dauern. Wir hatten vielmehr vor, uns nach einer passenden, unseren Mitteln entsprechenden Farm umzusehen und taten es auch. Hier das Richtige zu treffen, war sehr schwer. Farmen gibt es ja genug, aber gerade die herauszufinden, die einem in jeder Beziehung zusagt, das ist das Kunststück.

Da kommt zunächst das Land in Frage, das Eigentum der Re­gierung ist. Will man davon erwerben, so ist das ziemlich umständlich. Man schickt eine Bewerbung ein mit Kapitalnachweis, Angaben, zu welchem Zweck man die Farm haben will usw. usw. Und nun stellt die Regierung ihre Bedingungen.

§ 1. Aus der neuen Farm muß ein Wohnhans stehen mit min­destens zwei Zimmern.

§ 2. Ein Brunnen muß angelegt werden.

§ 3. Bäume dürfen nur mit vorher eingeholter Erlaubnis der Regierung gekappt werden.

Z 4. Man muß für anständige Wege sorgen.

Z 5. Geht die große Pad durch die Farm, muß man auch diese auf der ganzen Strecke in Ordnung halten.

§ 6. Man muß binnen zwei Jahren einen Garten anlegen, sonst verfällt das Anrecht auf die Farm, gleichgültig, ob sie bereits be­zahlt ist.

§ 7. Man muß so und so viel Vieh darauf haben.

H 8. Man darf nicht ohne besondere Erlaubnis schürfen.

§ 9. Man muß seine Farm umzäunen.

Z 10. Man muß sie auch bezahlen.

Betrachtet man nun diese sogenannten Regierungsfarmen, so ergibt sich bei einiger Kenntnis des Landes, daß sie durchschnittlich