Druckschrift 
Was Afrika mir gab und nahm : Erlebnisse einer deutschen Ansiedlerfrau in Südwestafrika / von Margarethe v. Eckenbrecher
Entstehung
Seite
72
Einzelbild herunterladen
 

Zweiter Teil.

GKombahe.

1. Etwas über die Eingeborenen der Kolonie.

ich auf das Leben in Okombahe näher eingehe, möchte ich einen kurzen Abriß über die Eigentümlichkeiten der ^U^n) Völkerschaften voranstellen, mit denen wir dort in Be- rührung kamen. Die eingeborenen Stämme, die es im Schutzgebiet gibt, sind durch die letzten Kriegsjahre auch weiteren Kreisen bereits näher bekannt geworden. Was ich zu berichten im­stande bin, sind lediglich unsere persönlichen Erfahrungen und die unserer nächsten Bekannten.

Die Verteilung der einzelnen Stämme im Schutzgebiet ist folgende: Im Norden sind die Ovambos ansässig, Nordwesten und Mitte der Kolonie hatten die Hereros inne und den Süden die Hotten­totten. Die Bergdamaras sind im ganzen Gebiet verteilt, ohne be­sonders zusammenhängende Ländereien zu besitzen. Die kleine An­zahl der Buschleute führt ein Nomadenleben im Osten und Westen in der Kalahari. Die Mischrasse von Hottentotten und Buren, die Bastards, wohnt im Süden, in der Gegend von Rehoboth.

Die Ovambos gehören gleich den Hereros dem Stamme der Bantu-Neger an. Auch ihre Sprache ist der der Hereros verwandt. Über die Ovambos ist noch nicht viel bekannt. Obgleich sie im Schutz-