16 Die Ausreise
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räumen. Ein riesiges Schreien und Lärmen entstand. Der „Eduard" drehte sich. Die Glocke zum Diner ertönte, und fast alle Passagiere begaben sich in den Speisesaal.
An Deck war bald alles ruhig. Nur das gleichmäßige Stampfen der Maschine und das Rauschen der entlang eilenden Wogen tönte durch die Stille der Nacht. Las Palmas lag hinter uns.
3. Monrovia.
Pfingsten auf See! An Bord merkt man nicht viel davon. Es ist glühend heiß. Alles stöhnt. Tiefblau ist der Himmel, tiefblau das Meer. Die Luft zittert vor Hitze. In den Kabinen ist es nicht mehr zum Aushalten. In die Bullaugen sind längst die Wind- und Luftfänge geschoben, trotzdem regt sich kein Lüftchen. Wie ein einziger großer Backofen ist das ganze Schiff. Frühmorgens um 6I/2 Uhr schon 35 Grad Celsius. Zum Frühschoppen, um die Stimmung zu heben, ließ der Kapitän ein Faß Zacherl-Bräu auflegen. Selbst zum Trinken war man zu faul.
Wir befinden uus auf der Höhe von Sierra Leone. Am Horizont, über dem Festlande ballen sich die Wolken zusammen, schwarz und unheilvoll. Rot zucken die Blitze. Der ganze Himmel scheint in Flammen zu stehen. Wie die Feuerkugeln in das Meer schießen! Wie die Wellen hoch aufspritzen! Wir sind so nahe dem Lande, daß wir die Umrisse der Palmen unterscheiden können. Die Sonne sinkt ins Meer heut abend, ohne daß ich von ihr Abschied nehmen kann.
Wenn aber die dunkle Wolkenwand weicht, dann wird das Kreuz des Südens erstrahlen. Ich habe vom Kapitän ausnahmsweise die Erlaubnis erhalten, auf die Kommandobrücke zu gehen. Von da aus kann ich über die Masten und Taue hinwegschauen. Von den anderen ungestört, der wachthabende Matrose zählt nicht, will ich die Nacht genießen.
Noch immer zucken die roten Blitze. Kein Donner ertönt, kein Regen fällt. Endlich zerreißen die Wolken, und der Mond wagt sich hervor. Schon macht er ein anderes Gesicht wie in der Heimat. Er