VI. KAPITEL
Aufenthalt in Irangi. die I [Öhlenbewohner.
Von Irangi nach Pangani.
Uassi. — Ufiomi und die Wafiomi. — Wieder in Umbugw.e. M'eri. —- Mangati und der Gurüi-Berg. —- Die Massai-Steppe. Ankunft an der Küste.
Iraku und Ungiu\. -
Wenn wir Weihnachten im Busch verlebt hatten, so wollten wir wenigstens das neue Jahr 1893 unter Menschen antreten. So blieben wir denn fünf Tage
in Irangi und Hessen uns die Gastfreundschaft der Araber gefallen, die in Anbetracht der Umstände geradezu glänzend war. Sie hatten auch Grund, der Expedition wohlgesinnt zu sein, denn unsere Kämpfe in Umbugwe hatten ihnen dieses Handelsgebiet erschlossen, und die Ausbeute an Elfenbein war grösser als seit Jahren.
So schwelgten denn die Leute in reichlichen Vorräthen und bei mir erschienen täglich nicht weniger als achtmal kleine Karawanen zierlich gekleideter Sklaven, die auf schönen Metalluntersätzen verdeckte Schüsseln brachten. Da gab es Reis und Würfelfleisch in Gewürzsauce, süsses Gebäck von einheimischem Weizenmehl, Datteln und parfümirten Sherbet — all' die Leckerbissen einer echt arabischen Mahlzeit.
In den Morgenstunden kamen in farbenprächtigem Aufzuge die vornehmsten Araber und
Wataturu Sagiro's.
Swahili zur »Barasa«. In dem lichten Vorraum eines Tembe brachten wir, auf bunte Strohmatten gekauert, eine Viertelstunde .mit jenen nichtssagenden, konventionellen Gesprächen zu, die bei solchen Gelegenheiten im Orient üblich sind.