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Große Opfer Ml Zeit und Blut hat die Kamernnkvlonic gekostet und unter unsäglichen Mühen ist es den vom Auswärtigen Amte ausgesandten Forschern gelungen, das Innere von der Küste ans zu erschließen und unter deutscheu Eiufluß zu bringen.
Eine neue Aera der Entwickelung ist für die Kamcrunkolonie angebrochen uud allenthalben gewahren wir die sich kräftig entwickelnden Anzeichen einer solchen.
Mag diese erfreuliche Erscheinung den wahreu Kolonialfreuud mit berechtigten Hofsnuugeu für eine aussichtsvolle Zukunft erfüllen, so werden dieselbe» zerstört, wie wenn ein Reif in kalter Früh- lingsnacht fällt, durch die schmerzliche Beobachtung, daß die aufkeimende Entwickelung der Dinge in Kamerun gerade von den Personen am wenigsten verstanden wird, die durch ihr Amt dazn berufen und verpflichtet sind, peinlich den Fortschritt der Verhältnisse zn überwachen und zu fördern.
Da tritt mit Nothwendigkeit an diejenigen, welche seit Jahren Kopf und Arm in deu Dienst der kolonialen Sache gestellt haben, die Pflicht heran, offen und rückhaltslos eine Darstellung nnd Kritik des in der Kolonie Kamerun znr Zeit beliebten Regimes zn geben uud zu fällen, zu welcher nicht weniger eigene Erlebnisse auffvrderu, wie ebenfalls langjährige Kenntnisse von Land und Leuteu dazu berechtigen.
Lange habe ich gezögert, mit nachstehenden Ausführungen vor die Oesicutlichkeit zu treten. Fast zwei Jahre lang habe ich versucht, bei dem Auswärtigen Amte eine Aenderung des derzeitigen Regimes in Kamerun zn erwirken nnd in demselben Verhältnisse, je aussichtsloser meine Beschwerden erschienen, wnrden