Andere Nationen.
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China bis zum mittleren Mngtse, besonders in Mnncm, gewonnen, gegen Siam auch wiederholt, zuletzt 1904, die Grenzen hinausgeschoben. Nirgends haben die Franzosen ein Gebiet erworben, das größere Teile ihrer heimischen Bevölkerung als Siedler aufgenommen hätte; auch mit Algier ist das nicht der Fall gewesen, besonders deshalb nicht, weil Frankreich die dafür nötigen Menschen nicht liefern kann. Nirgends haben daher die französischen Kolonien die den meisten englischen eigene Selbständigkeit der Entwicklung gewinnen, auch der Verbreitung französischen Volkstums entfernt nicht in gleicher Weise dienen können. Ihre Verwaltung hat auch naturgemäß weit mehr einen bureaukratischen Charakter erhalten. Aber der Hebung französischen Verkehrs haben sie doch nicht zu unterschätzende Dienste geleistet, und für die Weltstellung des gegenwärtigen Frankreichs sind sie von unverkennbarer Bedeutung. Durch die Eroberung Algiers wurde dem Räuberunwesen der Berberesken, das sich bis dahin unter Englands egoistischer Konnivenz vor den Toren Europas hatte breit machen dürfen, ein Ende gemacht, ein unleugbares Verdienst, das sich Frankreich um die kleineren seefahrenden Nationen erworben hat. Algier und Tunis bilden durch die Lage eine zweifellose Stärkung der französischen Machtstellung im Mittelmeer.
49. Andere Nationen.
Von den früheren Mitbewerbern um kolonialen Besitz sind im 19. Jahrhundert mehrere ausgeschieden. Schweden hat die westindische Insel St. Barthelemy, die ihm 1784 von Frankreich überlassen wurde, 1877 an dieses Land zurückgegeben. Die Dänen haben ihre kleinen ostindischen und westafrika- nischen Besitzungen 1845 an England verkauft und standen wegen St. Thomas und St. Croix wiederholt in Unterhandlung mit den Vereinigten Staaten, die den vortrefflichen Hafen der ersteren Insel zu erwerben wünschen, obgleich sie
Schäfer, Kolonialgeschichte. ^