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Kolonialgeschichte / von Dietrich Schäfer
Entstehung
Seite
102
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IV. Abschnitt.

Das 19. Jahrhundert.

4V. Die Befreiung des spanischen und portugiesischen Amerika.

Zwei Züge treten mächtig hervor in der Kolonialgeschichte des 19. MMuiderts, einmal das Ausscheiden Amerikas aus den Berechnungen europäischer Kolonialpolitik uud dcmu,

> ?eil als Folge davon, die ungeheuere Erweiterung ihres Tätigkeitskreises in Asien, Afrika und Australien. Die erstere Umwandlung vollzog sich durch die Loslösung der spanischen und portugiesischen Kolonien vom Mutterlande uud die da­durch v^r-mli-nw Aufstellung der Monroe-Doktrin seitens der Vereinigten Staaten.

Zeit der Aufklüruug brachte die ersten freieren Ge­danken im Sinne größerer Selbständigkeit gegenüber dem heimischen Staatswesen und seiner Kirche in die spanischen und portugiesischen Kolonien. Dnrch die Ministerien Pombal und Aranda haben beide Mutterländer der neuen Geistes- ricktung zeitweise in ihrer eigenen Leitung Raum gewährt. Daß Spanien mithalf, den Nordamerikanern die Freiheit von England zu erringen, konnte nicht dazu beitrage», seine An­sprüche auf unumschränkte Herrschaft in den eigenen Kolonien zu befestigen. Die traurige Rolle, die es dann in der Zeit der Revolution und Napoleons als Anhängsel und Untertnnen- land von Frankreich spielte, erschütterte seine Autorität draußen noch mehr. Die Engländer haben das Ihre getan, die Unzufriedenheit zu entwickeln uud zumAusdruck zu bringen. Es war nicht nur das Gefühl, Vergeltung zu üben an einem Mitschuldigen für den Verlust der eigenen Besitzungen, sondern