Englands mvdcrm Kolcmialpvlitik,
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nisten. Im Osten ist es durch Singapore Herr des Hauptzugangs zu den chinesischen Gewässern geworden, und an der Küste Chinas selbst hat es 1841 Hongkong erworben und ans der fast unbewohnten Insel einen der ersten Häfen der Welt und einen starken Waffenplatz gemacht. Obgleich den Niederländern im AnSgleichvertrage von 1824 zugesagt wvrdeu war, daß die hinterindischen Inseln als holländisches Kolonialgebiet gelten sollten, hat England 1846 das kohlenreiche Nvrdborneo in Besitz genommen und 1888 die Nordwestküste der großen Insel, das Sultanat Serawak, hinzugefügt. Im letzten Jahrzehnt hat es seine Fühler nach Tibet und Mesopotamien ausgestreckt, 1908 auf Kosten Siams seinen Besitz auf der Halbinsel Malakka erweitert. Es gibt, abgesehen von den Stellen, an denen Kollisionen mit den Bereinigten Staaten entstehen könnten, kaum ein Gebiet der Welt, wo England seine kolonialen Interessen nicht mit mustergültiger Umsicht und durchgreifender Energie wahrgenommen hätte und fortdauernd wahrnimmt.
47. Englands moderne Kolonialpviitit.
Es hat in England im Anschluß an die Freihandelsideen, die sich an Cobdens Namen knüpfe», eine Richtung gegeben, die den Wert von Kolonien bcstritt, deren Neuerlverb bekämpfte, ja das teilweise oder gar völlige Aufgebeu der vor- haudeuen befürwortete. Mau meinte, die Handelsvorteile auch uuter fremder Herrschaft ernten und die schweren Kosten sparen zu können. Die Richtung hat in den 60er und 70er Jahren den Höhepunkt ihres Einflusses erlaugt, gestützt ans Politische Anschauungen, wie sie Gladswne nnd Granville vertraten. Sie hat zeitweise sogar zu einer gewissen Stockung und Zögerung im Fortschritt der Kolvnialerwerbuug geführt ?ie von den Fidschi-Inseln nachgesuchte Aufnahme unter englisches Protektorat ist zweimal, 1859 und 1871, abge-