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Tic »cucrc Zeit.
er am 20. Mal 1498 unter Führung eines arabischen Lotsen mit Hilfe des Südwest-Monsuns nach 23 tägiger Fahrt Kalikut an der Küste Malabar. Sein Nachfolger Cabral sand 1500, noch weiter nach Westen auSbiegcnd, die Hciligkveuz-^usel, Brasilien^ daS auf Grund der päpstlichen Entscheidung die Portugiesen beanspruchten und behaupteten.
Inzwischen hatten auch die Engländer begonnen, auf den Meeren nach Indien nmherzutasten. Durch Fischereibetrieb waren sie mit den nordatlantischen, besonders den isländischen Gewässern wohl vertraut. Der Veneziauer Sebastian Cabot, der mit seinem Vater und zwei Brüdern in Bristol lebte, fand 1497 (in königlichem Auftrage wie in Spanien und Portugal) Neu-Fundland und die Küsten von Labrador und Neuschottland, verfolgte im nächsten Jahre die nordamerikanische Ostküste herab bis zum 35. Breitengrade (Nord-Karvlina). Er wnrde damit der Entdecker des amerikanischen Festlandes, das Kolumbus erst ein Jahr «ach ihm sah.
Die weiteren Unternehmungen wurden dann wesentlich von dem Gedanken geleitet, noch einen anderen Weg nach Indien und Ostasien zu finden als den von den Portugiesen benutzten. Daß des Kolumbus Auffassung irrig war, ward schon zu seiuen Lebzeiten (er starb 1506) die allgemeine Meinung. Die Nationen haben dabei im allgemeinen vermieden, einander ins Gehege zu kommen. Spanier, Portugiesen, Engländer arbeiteten auf den Wegen weiter, auf denen sie zuerst zu Erfolgen gelangt waren.
23. Aufdeckung des Stillen und Indischen Ozeans und der arktischen Gewässer.
Den Spaniern sollte die Palme zufallen durch Aufdeckung der Südsee. Ihre Versuche, den amerikanischen Kontinent südwärts zu umschiffen, mußten einen neuen Aufschwung