Viehzucht
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sache entgegengehalten zu werden, daß von dein 1911 in Bewirtschaftung genommenen Fnrmgelände, dessen Gesamtfläche etwa Süddeutschland an Ausdehnung gleichkam, nicht mehr als 3724 Hektar, nebenbei noch 200 weniger als im Vorjahre, bebaut waren. Mit andern Worten, von dem gesamten, 117 500 Quadratkilometer umfassenden Gelände der tatsächlich in Betrieb genommenen Farmen waren nur wenig mehr als drei Hundertstel Prozent als Acker- und Gartenland in Kultur genommen!
Auch in der Verteilung dieses hochwertigen Kulturbodens innerhalb des Schutzgebietes zeigt sich für den aufmerksamen Beobachter auf das klarste, daß im größten Teile der Kolonie nur mit einem ungemein geringen Anteil an der Farmfläche zu rechnen ist. In dem im äußersten Norden gelegenen Bezirke Grootfontein sind allein mehr als vier Zehntel in dem ziemlich Wasser- und regenreichen und zudem durch gute Absatzverhältnisse ausgezeichneten Bezirk Windhuk weitere drei Zehntel des angebauten Landes gelegen. Je weiter nach Süden, um so geringer wird der vom Landbau beanspruchte Prozentsatz der Farmfläche. Während er selbst im Groot- fonteiner Bezirk nur 0,26 vom Hundert betrug, sinkt er im Bezirk Windhuk schon aus 0,07, erreicht in Warmbad nur noch 0,005 vom Hundert, in einigen andern Südbezirken noch weniger Bruchteile eines Prozentes der gesamten Farmfläche.
2. Viehzucht. Haben wir eben den Bodenbau als eine zwar wichtige, aber doch nur in geringstem räumliche!: Umfange mögliche Beschäftigungsweise des südwestafrikanischen Kolonisten kennen gelernt, so ändert sich das Bild, sobald wir denjenigen Zweig der Landwirtschaft berücksichtigen, den man in der Tat als die wichtigste Erwerbsgelegenheit im Schutzgebiet an-