ßy Die Eingeborenen von Südwcstafrikn.
zwar typische Neger, gehören aber nicht zu den Bantuvölkern. Merkwürdigerweise hat das namentlich die gebirgigen Gegenden des westlichen Hererolandes bewohnende Volk seine ursprüngliche Sprache verloren und dafür die Ncnnnsprache angenommen. Sie leben in ihrer felsigen und gebirgigen Heimat ursprünglich in primitivster Weise hauptsächlich von wildwachsenden Nährgewächsen und von der Jagd. Doch ist schon seit langer Zeit ein immer größerer Teil des im allgemeinen friedlichen und gutartigen Volkes unter die Botmäßigkeit der Herero und der nördlichen Namastämme geraten, während wir in den letzten Jahren eine immer steigende Anzahl auch in den Diensten der Weißen finden, bei denen sie von jeher wegen ihrer für afrikanische Verhältnisse weitgehenden Arbeitswilligkeit und zugleich wegen ihrer Leistungsfähigkeit als gesuchte Arbeitskräfte galten.
Man hat ihre Zahl 1911 auf rund 18 500 ermittelt, die ganz vorwiegend im Gebiet des ehemaligen Hererolandes einschließlich des Bastardlandes ansässig sind. Ein nicht geringer Prozentsatz der Bergdamara ist infolge der Tätigkeit der Rheinischen Mission bereits dem Christentum gewonnen.
4. Die Betschuanen. Als vierte, erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit im Schutzgebiet vorhandene Negerbevölkerung sind die Betschuanen anzusehen, die, allerdings nur wenige hundert Köpfe stark, sich in den östlichsten Landschaften des mittleren Schutzgebietes niedergelassen haben. Da sie zu den östlich der Kalahari heimischen Kaffern gehören, brauchen sie hier nicht genauer behandelt zu werden.
5. Die Naman. Eine der merkwürdigsten Rassen der Erde, die Hottentotten, saß noch vor kurzem in ihren letzten freien Vertretern in unseren: Schutzgebiet. Denn wenn auch nicht alle der dort