Gesundheitliches
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aus, die man in feuchteren Tropenländern fast nie und auch im Mittelmeergebiet kaum jemals in solcher Pracht zu Gesichte bekommt, wie auf den Hochsteppen des innern Südwestafrika.
Diese Klarheit der dünnen Hochlandluft führt zu jener uugemeineu Durchsichtigkeit der Atmosphäre, von der jeder, der in diesen Gegenden geweilt, zu erzählen vermag. Ferne Gegenstände, Berge usw., werden in einer Deutlichkeit erblickt, daß man langer Zeit bedarf, um ihre Entfernung richtig, d. h. nicht viel zu niedrig einzuschätzen. Der Mond uud die Sterue des Nachthimmels leuchten mit einer bei uns unbekannten Helligkeit und in einem wundervollen Glänze auf die Erde herab und die glühende Färbung zumal des Abendhimmels taucht die weiten Flächen und die Höhen der Gebirge in so herrliche Farben, daß sie uus völlig selbst die eintönige Färbuug der ganz schwach bewachsenen Trockensteppen im Westlande vergessen macht.
5. Gesundheitliches. Das Land, dessen Klima wir soeben als ein der Gesundheit recht zuträgliches kennen gelernt haben, ist nun keineswegs frei von den uns auch in den afrikanischen Tropen begegnenden Krankheitssormen. Judessen treten diese hier weit milder auf als dort nnd sind durch die steigende Kultur auch leichter zu bekämpfen als in den fenchtwarmen Zonen in der Nähe des Äquators.
Malaria tritt im außertropischen Teil des Landes im allgemeinen selteuer und in milderen Formen auf als z. B. in vielen südeuropäischen Gegenden. Die ganz schweren Formen der Krankheit, insbesondere das Schwarzwasserfieber, sind im Siedlungsgebiet nur ausnahmsweise im Norden beobachtet worden. Im allgemeinen sind Todesfälle an Malaria recht selten. In den trockeneren Jahren sind auch die Erkrankungsfälle nicht sehr zahlreich.