Der Regen.
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eine köstliche Frische der Sonnnernächte, sodann nber eine trotz kalter Winternächte recht milde Tagestemperatur während des Winters. G. Fritsch hat recht, wenn er die gesundheitliche Wirkung der Nächte im südafrikanischen Hochlande als einen freilich nicht ausreichenden, aber doch nützlich wirkenden Ersatz für den Mangel eines echten Winters bezeichnet.
Bedeutsam ist ferner, daß die Strahlungswirkungen in diesem Lande ungewöhnlich starke sind. Selbst bei der Kultur zarterer Gewächse machen sich ihre Folgen nicht selten in unliebsamer Weise bemerkbar.
2. Der Regen. Das wichtigste Element klimatischer Art in diesem Schutzgebiet, der Ziegen, bedarf ebenfalls einer eingehenden Behandlung, weil er hier iu noch höherem Grade als anderwärts die Grundlage alles Lebens ist. Leider muß man sagen, daß das Schutzgebiet zu den regenürmsten, überhaupt noch bewohnten Gebieten unsrer Erde gehört. Nur der tropische Norden und Nordosten empfängt eine 60 ein überschreitende jährliche Niederschlagsmenge. Auch der Nordosten des Hererolandes empfängt noch über 40, der äußerste Norden dieses Gebietes sogar noch über 50 em. Unter diese Grenze geht sie dagegen schon im südlichen Teil der Hererolandschaften und im ganzen Westen herab, und nur die Hochgebiete im Süden bilden eine Ausnnhmeerscheinung innerhalb dieser Zone. Das Bastardlaud empfängt schon weniger als 30 em, das ganze nnttlere Nnmaland dagegen nicht einmal mehr als 20. Hier verbreitert sich anch die sehr regennrme Westzone bedeutend. Während sie im Kaokofeld ungefähr 150 Km Breite besitzt, wächst ihre Erstreckung von der Küste in das Innere im Namalande auf mehr als 300 Km. Dnsselbe gilt natürlich von der Wüsteusteppe mit weniger als 10 cm Jahresmenge (Biskra iu der algerischen Sahara hat 20 em!). Im Norden