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Kolonialgeschichte / von Dietrich Schäfer
Entstehung
Seite
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Tie neuere Zeit.

(Hangtschou zwischen Schanghai und Ningpo), von dem Pfeffer­markt Zaitun (an der Fukianstraße) und von der goldreichen Insel Zipangu (Japan), Nachrichten, die auf die Vorstellungen des Kolumbus und seiner Zeitgenossen von wesentlichein Einflüsse gewesen sind.

Im 15. Jahrhundert ging die Ausdehnung dieser Reisen stark zurück, im Zusammenhange mit dem Rückgange der mongolischen Macht. Bestrebungen, die Gestalt Afrikas zu erkunden, traten an ihre Stelle. Dabei spielten die Vor­stellungen vom Reiche des Priesters Johannes eine Rolle, das man früher ins Innere Vorderasiens verlegt hatte, jetzt aber, als dieses näher bekannt geworden war, an der Ostküste Afrikas suchte. Die Auffassung, daß der Nil aus einem See­becken komme, das auch nach Westen, zum Atlantischen Meere, einen Abfluß habe, spielte ebenfalls eine Rolle. Führer dieser Unternehmungen wurden durch Heinrich den Seefahrer die Portugiesen. Die Spannung war groß, als man an die Küste Sierra Leone kam und die andauernde Wendung des afri­kanischen Landes nach Osten erkundete. Der Tod desSee­fahrers" (1460) brachte die Versuche 14 Jahre ins Stocken. Bartholomcius Diaz umfuhr dann 1486 das Kap, das er das stürmische nannte, nachdem sein letzter Vorgänger bis zur Walfisch-Bai gekommen war. Sein König taufte bekanntlich das Vorgebirge um; die. Schwierigkeit der Fahrten schreckte aber von ihrer Wiederholung ab. Sie wurden erst wieder auf­genommen, als Indien von den Spaniern auf dem Wege nach Westen gefunden sein sollte.

22. Das Suchen nach Indien.

Der Gedanke, einen näheren und bequemeren Weg nach Indien als den durch das Vordringen der Osmanen er­schwerten östlichen zu finden, war es bekanntlich, der Kolumbus und mehr als einen seiner Zeitgenossen stark bewegte. Gruud-