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Kolonialgeschichte / von Dietrich Schäfer
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Die Griechen,

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Ihre Kolonisationen lassen sich zurückversolgen bis über die Mitte des zweiten Jahrtausends vor Christi Gebnrt und erstrecken sich bis an das äußerste Westende des Mittel­ländischen Meeres, wo Gades (Cadiz) ihre Gründung ist. Sie beginnen auf dein der heimischen Küste gegenüberliegen­den Cypem, fassen Fuß auf Sizilien, Sardinien und in Nord­afrika und machen sich heimisch auf mehreren Inseln des Ägäischen Meeres, besonders auf dem goldreichen Thcisos an der makedonischen Küste. Die geringe Ausdehnung und Bevölkerungszahl des Mutterlandes gestatteten keine weit­greifende Besiedelnng der neuen Gebiete; die phönikischen Kolonien waren zumeist kleine Handelsniederlassungen. Auch Karthago verfügte über eigenes Volkstum nur in seinen Stadtinsassen. Besonders wandte man sich der Ausbeutung von Metallschätzen zu, Gold und Silber, Zinn und Kupfer, dann dem Handel mit Sklaven und der Purpurindustrie. Die Unterwerfung der Heimat durch Alexander den Großen und der Sturz des mächtigen karthagischen Staatswesens löschen diesen semitischen Stamm als Faktor der Geschichte aus. Doch verdankt der tausendjährigen Tätigkeit des Volkes das Mittelmeer seiue erste Erschließung und die Schiffahrt kühne Versuche hinaus aufs Weltmeer. Pharao Necho II. (606-595) hat Phöniker zur Umschiffung Afrikas west­wärts ausgesandt.

K. Die Griechen. Erste Periode: Kolonisation nach Osten und Südostcn (14001000).

Nicht lange nach den Phönikern betraten die Griechen die Bähn kolonisatorischer Tätigkeit. Ihr in bunter Mannig­faltigkeit dem Meere geöffnetes Land lud wie kaum ein anderes dazu ein.Die äußere Geschichte des griechische» Volkes besteht wesentlich in einer ununterbrochenen über-