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Die Eisenbahnen Deutsch-Südwestafrikas und ihre Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Kolonie / von Erich Quiring
Entstehung
Seite
43
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Jahr

kg

Mk.

1898

915

52 220

1899

1176

59 076

1900

1595

65 849

1901

1S8S

70871

1902

1798

91074

1903

1635

66 740

1904

539

28 706

1905

1051

50 900

1S06

357

51031

1907

477

40 542

1908

657

62 968

1909

358

34 928

Deutschland führte 1909 für 9,8 Mill. Mk. rohe Straußenfedern (82,9 t) ein, und zwar fast ausschließlich aus Britisch-Südafrika. Auch auf diese Produktion wird die Verbesserung der Verkehrs­verhältnisse nach den Häfen fördernd wirken. 1 )

Für den größten Teil des Landes kommt die Viehzucht in Betracht, der hier eine große Zukunft beschieden ist und die dank der Eisenbahn auf dem Weltmarkt voraussichtlich eine Rolle spielen wird. Schon die Herero, denen doch alle technisch­kulturellen Fortschritte in der Wassererschließung, Viehver­wertung usw. fremd waren, vermochten eine sehr große Anzahl von Vieh zu halten. Man beziffert den Viehstand der Herero kurz vor Ausbruch des Krieges seinem Werte nach auf 67 Mill. Mk., 2 ) dabei hatte wenige Jahre vorher die Rinderpest gewütet, die ihre Herden bis zu 95°/ 0 vernichtete (18971900). Vordem hatten die Herero einen derartigen Überfluß an Vieh, daß eine große Anzahl an Altersschwäche einging. Es war zwischen ihnen und den Händlern aus der Kapkolonie ein gewisser Verkehr ent­standen, wobei die Preise so schlecht waren, daß sich die Zucht für die weißen Ansiedler kaum lohnte. Diesem Zustand machte die Seuche ein Ende, und die Weißen legten sich nun auf die Viehzucht, da die Tiere unbedingt erforderlich für den Ochsen­wagentransport, also für das ganze wirtschaftliche Leben waren,

') Die Zahl der Strauße in Deutsch-Südwestafrika betrug 1909 229 Stück, 1910 334 Stück.

2 ) Dr. P. Rohrbach, Deutsches Kolonialreich S. 295.