70 Rechnerische Hilfsmittel zur geographischen Ortsbestimmung.
keit, als unter Umständen die im Nautical Almanac gegebenen 486 Fixsterne vielleicht nicht ausreichen könnten. Das Berliner Jahrbuch gibt für 1905, 1906 und 1907 die mittleren, für den Jahresanfang gültigen Örter von 622 Fixsternen (davon 132 südliche), die scheinbaren Örter für 9 Polsterne (kein südlicher darunter) und für 450 (107 südliche) andere Sterne. Diese Erweiterung des Fixsternmaterials gegenüber dem N. A., wenigstens hinsichtlich der mittleren Örter, reicht allerdings für Beobachtungen auf der südlichen Halbkugel vorläufig noch nicht aus, da die Südsterne des Berliner Jahrbuches bis jetzt nur bis —30° Deklination gehen, während diejenigen des Nautical Almanac über den ganzen südlichen Himmel verteilt sind. Vom Jahrgang 1908 aber wird das Berliner Jahrbuch noch wesentlich vollständiger an Fixsternen werden, da es die mittleren Örter von 925 Sternen (426 südliche), die scheinbaren Örter von 18 Polsternen (9 südliche) und von 571 anderen Sternen (228 südliche) bringen wird.
5. Die Connaissance des Temps ou des mouvements Celestes, ä l'usage des astronomes et des navigateurs pour l'an 19.., publie par le bureau des longitudes. Paris, Gauthier-Villars et fils. Preis: 4 Frcs. — Dieses auf den Pariser Meridian bezogene Jahrbuch enthält, wenn es auch in erster Linie astronomischen Zwecken dient, dennoch die für geographische Ortsbestimmungen notwendigen Angaben und Tafeln. Da es jedoch viel umfangreicher, etwas teurer und an Fixsternen nicht so reichhaltig wie der außerdem auf den Weltmeridian bezogene Nautical Almanac ist, kommt es für die Zwecke des vorliegenden Handbuches unmittelbar nicht in Betracht. Nur ein unter Umständen sehr wichtiger Vorzug vor allen anderen Ephemeriden verdient bei der Connaissance des Temps hier hervorgehoben zu werden. Daselbst findet sich das vollständigste Verzeichnis geographischer Positionen von Orten (fast 5000), deren Breiten und Längen genauer bekannt sind und die über alle Kontinente und Inseln verteilt liegen. Durch Benutzung desselben vor Antritt einer Expedition wird der Forschungsreisende eine größere Zahl astronomisch festgelegter Punkte fast in jeder Erdregion aussuchen können, an die er im weiteren Verlaufe der ßeise seine eigenen Ortsbestimmungen anschließen kann. Dieser Umstand ist besonders für Längenermittelungen von großer Wichtigkeit, um z. B. durch die Methode der