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Handelsgeographisches.
In ähnlicher Weise, wie uns dies bei Togo möglich war, vermögen wir auch bei Kamerun aus der Eiufuhr die steigende Kaufkraft des Schutzgebietes zu ermessen, wie sie infolge der Erschließung innerer Landschaften sich mehr und mehr bemerkbar macht. Die Gesamteinfuhr war natürlich auch hier nicht unbeträchtlichen Schwankungen unterworfen. Da hinsichtlich der Relativznhlen auf die bei der Besprechung von Togo gegebene Zusammenstellung verwiesen werden kann, so mögen hier die dem Werte nach bemessenen absoluten Ziffern mitgeteilt werden.
Im Durchschnitt des Jahrfüufts 1900—1904 betrug der Wert der gesamten eingeführten Waren 11 210 000 Mk., im Jahre 1905 13 467 000 und im folgenden Jahre 13 305 000 Mark.
Auch hier seien als Maßstab für die Beurteilung der wachsenden Beteiligung der Eingebornen an dem Verbrauche der eingeführten Gegenstände die Wertsummen für die importierten Textilwaren sowie Kleidung herangezogen. Während in den ersten fünf Jahren des laufenden Jahrhunderts dieser Wert sich im Mittel von 1900—1904 nur auf wenig mehr als 2,8 Millionen Mk. belief, stieg er 1905 auf 3,9 und betrug im folgenden Jahre sogar 4,1 Million. Von dem großen Einfluß, deu die Anlage europäischer Plantagen und Unternehmungen ähnlicher Art auf die Einfuhr bestimmter Dinge, wie Maschinen, Instrumente und Geräte, besitzt, geben auch die für diese Gegenstände angegebenen Wertsummen einen Begriff, dn in diesem Schutzgebiet für solche Diuge hauptsächlich Europäer iu Frage kommen. In den Jahren 1900 bis 1906 wurden an solchen im Schutzgebiet für uicht weniger als 2 168 000 Mk. gegen für nur 1 340 000 Mk. eutsprecheuder Eiufuhr iu das laudwirtschaftlich viel höher steheude, aber iu